Breitbandversorgung im Parchimer Umland : Zweite Runde für schnelles Internet

Ein modernes Glasfasernetz soll das Internet auch im Parchimer Umland leistungsfähiger machen.
Ein modernes Glasfasernetz soll das Internet auch im Parchimer Umland leistungsfähiger machen.

Gemeinden im Parchimer Umland wollen vom Förderprogramm des Bundes profitieren. 13 weitere Projektgebiete im Kreis Ludwigslust Parchim sind beantragt.

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03. Juni 2016, 05:00 Uhr

Bekommen Spornitz, Karrenzin, Domsühl und weitere Gemeinden im Parchimer Umland schnelleres Internet? Können sie einen Teil der Fördermilliarden des Bundes für den Breitbandausbau für sich an Land ziehen? Die Anträge liegen beim Bund vor, erfährt SVZ von Rüdiger Falk, Breitbandbeauftragter beim Landkreis Ludwigslust-Parchim. „Wir warten auf die Bearbeitung.“

Die erste Runde im Rennen um die Fördergelder für den Ausbau der Breitbandversorgung war für die Region äußerst erfolgreich. Alle aus dem Land Mecklenburg-Vorpommern eingereichten Projektgebiete wurden berücksichtigt. Darunter auch drei Gebiete im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Dazu zählen u.a. Gemeinden im Amt Eldenburg-Lübz und Sternberger Seenlandschaft.

Hoffnungen setzen andere Kommunen jetzt auf die nächste Runde bei der Verteilung der Milliarden. Zu den drei genehmigten Projekten seien 13 weitere Gebiete aus dem Landkreis beantragt worden, sagt Rüdiger Falk. Damit seien 90 bis 95 Prozent der weißen Flecken in puncto Breitband berücksichtigt. Er habe die Anträge für den zweiten Call am 29. April persönlich in Berlin abgegeben. Und damit pünktlich. Jetzt heißt es abzuwarten.

Das gesamte Parchimer Umland ist dabei, abgesehen von den Gemeinden, wo die Telekom eigenständige Ausbaupläne hat. Investieren will der Kommunikationsriese u.a. in der Gemeinde Obere Warnow, in Teilen von Rom und in Zölkow. Dort wo sich die Investitionen für Private aber offenbar nicht lohnen, soll das Förderprogramm helfen. Viele Gemeindevertretungen haben deshalb bereits Beschlüsse für ihr kommunales Engagement gefasst.

Dazu gehört beispielsweise Domsühl. „Im Interesse der Ansiedlung neuer Einwohner und von Gewerbe ist es gut, wenn wir uns der Sache stellen“, sagt Bürgermeister Hans-Werner Beck. Denn in einigen Ortsteilen wie Schlieven und Hof Bergrade sei die Versorgung mit Breitband derzeit nicht gut. Das Ja des Dorfparlaments war trotz angespannter Haushaltslage möglich, weil die Kommune sich selbst nicht an den Kosten beteiligen muss, sagt Beck.

Rüdiger Falk, der in Domsühl wie in vielen anderen Kommunen Rede und Antwort stand, spricht von einer „super Zusammenarbeit mit den Ämtern und Gemeindevertretungen.“ Selbst für den Fall, wenn einzelne Regionen bei der Bundesförderung rausfallen, gebe es noch einen Plan B für den Ausbau, gab der Breitbandkoordinator zu verstehen.

Das Förderprogramm zielt auf den Ausbau eines Glasfasernetzes und die Versorgung jedes Haushaltes mit einer Downloadgeschwindigkeit von 50 MBit/s und jedes Gewerbebetriebes mit 100 MBit/s. „Nach oben offen“, wie Falk sagt.

Die über das Bundesprogramm geförderten Projekte müssen bis 2018 realisiert werden, erklärt Falk. Zusammen mit dem Land werde ein Ausschreibungsmodell vorbereitet. Danach könne man für die bereits feststehenden Fördergebiete in die Ausschreibung gehen. Eine Reihe von Unternehmen habe bereits Interesse angezeigt, sich an der Ausschreibung zu beteiligen.

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