Parchim : Zwei Stunden Spannung pur

Mit dem Lieblingsbuch zum Wettbewerb: In Parchim trafen sich die besten Vorleser aus den Schulen zum Regionalausscheid, links Emma Koch.
1 von 2
Mit dem Lieblingsbuch zum Wettbewerb: In Parchim trafen sich die besten Vorleser aus den Schulen zum Regionalausscheid, links Emma Koch.

Vorlesewettbewerb: Emma Koch aus Lübz gewann Regionalausscheid

von
23. Februar 2018, 17:53 Uhr

„Es gibt zwölf Bände von ,DORK diaries’ und ich habe sie alle gelesen. Weil ich sie so toll finde, habe ich mich dazu entschieden, bei dem Wettbewerb heute aus dieser Reihe, aus Band 9, vorzulesen“, steht Emma Koch die Begeisterung geradezu ins Gesicht geschrieben. „Die Bücher sind witzig, lesen sich gut und ich mag es gerne, verschiedene Rollen zu sprechen“, so die Elfjährige. Emma besucht die Regionale Schule Lübz und hat sich wie weitere fünf Mädchen und zwei Jungen der 6. Klassen über ihre Schule für den Regionalentscheid im Vorlesen qualifiziert.

Der fand in dieser Woche in der Parchimer Stadtbibliothek statt und zeigte einmal mehr, dass Bücher bei Kindern und Jugendlichen durchaus hoch im Kurs stehen. An den regionalen Entscheiden in den Städten und Landkreisen beteiligten sich bundesweit rund 7000 Schülerinnen. Mit jährlich rund 600 000 Teilnehmern ist der Vorlesewettbewerb einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Der bereits 59. Wettbewerb wird vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Und diese Tradition reicht bis in unsere Region: Seit vielen Jahren findet der Regionalausscheid für den Altkreis Parchim in der Stadtbibliothek statt. Die Teilnehmer reisten aus Plau am See, Lübz, Domsühl, Marnitz und Parchim an. Sie stellten im ersten Teil des Wettstreits mit einer kurzen Einführung ihr vorbereitetes Buch vor und lasen eine kurze Textstelle daraus. Für das Publikum, das aus der Klasse 5a der Regionalen Schule „Johann Wolfgang von Goethe“ aus Parchim, Lehrern und einigen Eltern sowie Großeltern bestand, waren diese Beiträge gleichzeitig interessante Leseempfehlungen, die mit wohlwollendem Applaus bedacht wurden.

Besondere Aufmerksamkeit und Konzentration war natürlich auch bei der dreiköpfigen Jury gefragt. Holger Lüdke vom Fachbereich Kultur der Stadt Parchim und die Bibliotheksmitarbeiterinnen Bärbel Buttler sowie Anja Pranke bewerteten die beiden Vortragsleistungen der Schüler nach Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl.

Im zweiten Teil des Wettbewerbs musste dann ein unbekannter Text möglichst fehlerfrei und mit Betonung vorgelesen werden. Dafür wählte Bibliotheksleiterin Barbara Holdt das Buch „Immer diese Weiber“ von Kristin Sandberg aus.

Die lesebegeisterten Mädchen und Jungen bewältigten auch diese nicht ganz einfache Aufgabe sehr souverän. Zwei Stunden Aufregung und Anspannung gehen aber zum Glück auch einmal vorbei und am Ende hatte sich die Jury nach kurzer Beratung entschieden. „Es war wie in jedem Jahr wieder sehr schwer, weil die Leistungen aller Teilnehmer sehr gut waren und nah beieinander lagen“, so das Fazit der Juroren. Sie entschieden sich für Emma Koch, die nicht nur mit ihrer Buchvorstellung, sondern auch beim Lesen des unbekannten Textes überzeugte. Das Mädchen von der Regionalen Schule Lübz wird am 8. Mai in Schwerin beim Landesentscheid erneut sein Lesetalent unter Beweis stellen. Wer weiß, vielleicht geht es danach sogar weiter zum Bundesausscheid nach Berlin. Die Daumen sind gedrückt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen