Brutale Attacke : Zwei Maskierte überfallen Spielothek

Die Spielothek in der Parchimer Stegemannstraße
Die Spielothek in der Parchimer Stegemannstraße

Räuber bedrohen Mitarbeiterin und schlagen Kunden / Polizei bittet um Mithilfe von Bürgern bei der Fahndung nach den Verdächtigen

svz.de von
10. Dezember 2013, 15:08 Uhr

Der Überfall dauerte nur zwei Minuten. In der Nacht vom Montag zum Dienstag – gegen 23.50 Uhr – drangen zwei Räuber in die Spielothek in der Stegemannstraße in Parchim ein. Die Männer hatten sich Strickmützen über den Kopf gezogen. Der eine Räuber eilte zum Kassentresen, bedrohte die Mitarbeiterin mit einem Messer und griff nach Bargeld. Der zweite Täter ging zu einem Kunden und forderte ihn auf, sein Geld herauszugeben. Als der Mann sagte, dass er nichts dabei habe, soll der Täter ihn geschlagen haben. Zwei weiteren Gästen, die sich zum Zeitpunkt des Überfalls in der Spielothek aufhielten, sei nicht passiert, war von der Polizei zu erfahren. Die beiden Räuber flüchteten Richtung Bahnhof. Die alarmierte Polizei suchte bereits auf dem Weg zum Tatort nach den Verdächtigen - leider vergeblich. Auch der Einsatz eines Spürhundes brachte keinen Erfolg. Laut Polizeisprecher Klaus Wiechmann hoffen die Ermittler auf Hinweise aus der Bevölkerung. (Polizeihauptrevier in Parchim, Telefon 03871-6000).

Bei den Verdächtigen könnte es sich um Männer türkischer Herkunft handeln. Die Räuber sprachen mit Dialekt. Der eine der Gesuchten ist etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er trug beim Überfall eine dunkle Jacke, vermutlich dunkelblau oder schwarz, und eine bunte Strickmütze mit Augenschlitzen. Der zweite Verdächtige soll etwa 1,70 Meter groß, von stabile Statur sein und eine graue Jacke mit schwarzen Streifen auf der Brust getragen haben.

Der Betreiber der Parchimer Spielothek hatte unmittelbar nach dem Überfall den Eindruck, dass seine überfallenen Mitarbeiterin zum Glück glimpflich davon gekommen ist. Er wollte aber am gleichen Tag noch einmal mit ihr und den anderen Frauen, die in Parchim beschäftigt sind, sprechen, ob sie psychologische Unterstützung benötigen. In der Kreisstadt beschäftigt der Spielsalon drei Frauen. Eine weitere Mitarbeiterin pendelt zwischen Parchim und einer Spielothek in Plau am See.

Die Täter konnten lediglich Wechselgeld aus der Kasse erbeuten. In den Spielotheken ist wenig Bargeld , erfuhr SVZ vom Chef. Die Betreiber mussten Vorschriften der Berufsgenossenschaft umsetzen. Zur Sicherheit des Personals wurden zusätzlich u.a. Videokameras installiert, die potenzielle Täter abschrecken sollen.

In früheren Jahren gab es mehrere Überfälle auf Spielotheken in Westmecklenburg, so auch in der Parchimer Stegemannstaße. Die hatte seinerzeit allerdings einen anderen Betreiber.

Den jüngsten Überfall auf eine Spielothek in der Kreisstadt gab es im Februar diesen Jahren. Das war in der Ludwigsluster Chaussee. Damals hatten zwei junge Männer, die zunächst an den Automaten gespielt hatten, einer Angestellten gewaltsam die Kassenschlüssel weggenommen und waren mit dem Bargeld geflüchtet. Die Frau klagte danach über Schmerzen. Die Polizei konnte die beiden Räuber vom Februar überführen. Diese beiden jungen Männer stammten aus der Parchimer Region, erklärte Polizeisprecher Wiechmann.



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