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Parchimer Zeitung

26. September 2017 | 07:35 Uhr

Poltnitz : Zwei Ereignisse, ein großes Fest

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Gemeinde Tessenow feiert am 23. September das Erntefest 2017 und 700 Jahre „Fürstlich Poltnitz“

von
erstellt am 16.Sep.2017 | 05:00 Uhr

Die Dörfer Hof Poltnitz, Dorf Poltnitz und Poitendorf machen sich schick für das nächste Wochenende: In vielen Vorgärten wird seit Tagen gewerkelt, geschraubt und dekoriert. Entlang der Straßen flattern bunte Wimpel fröhlich im Wind. Die Gesamtlänge der Kette in allen drei Orten dürfte mindestens 2500 Meter betragen. Auch die dorfeigene Feldsteinmauer in Poitendorf bekam kürzlich eine Verschönerungskur verpasst: Die Dorfgemeinschaft legte gemeinsam Hand an, um sie zu entkrauten und zu säubern. Der Countdown für das große Fest am Fuße der Ruhner Berge läuft. Am 23. September feiern Hof Poltnitz, Dorf Poltnitz und Poitendorf gemeinsam „700 Jahre fürstlich Poltnitz.“

Nach dem ersten Treffen des Festkomitees gleich zu Beginn des neuen Jahres und einer Bürgerversammlung stand schnell fest, dass dieses Ereignis gemeinsam mit dem Erntefest begangen werden soll. Am kommenden Sonnabend rollt zunächst von Zachow aus der Zug prachtvoll geschmückter Erntewagen an. An der Poltnitzer Kapelle übernehmen dann die Mitwirkenden des historischen Festumzuges mit 16 Bildern und Motiven die Spitze. Für die historisch korrekte Ausstattung durften sich die Teilnehmer im Fundus von Markus Lehmann in Meierstorf bedienen: Der Pastor im Ruhestand hütet auf seinem Dachboden einen Kleiderschatz von mehr als 10 000 Kostümen, die er für Anlässe wie diese auch verleiht.

Etwa gegen 15 Uhr dürfte der große gemeinsame Umzug über die vor wenigen Wochen fertig gestellte neue Straße den Ort erreicht haben, auf dem zur schönsten Kaffeezeit das bunte Festprogramm startet: Auf dem Schützenplatz in Poltnitz wird DJ Perry zunächst die Mitwirkenden im historischen Umzug vorstellen, bevor die Grabower Schützengilde mit Kanonendonner und Bürgermeister Reinhard Müller mit einer kleinen Festansprache den geselligen Teil einläuten. Mit gleich vier Leinwandvillen wollen sich die Gastgeber gut gegen Petrus wappnen, der in diesem Sommer ja schon vielen Open-Air-Veranstaltern mächtig dazwischengefunkt hat: In einem Zelt wird Kaffee und Kuchen ausgeschenkt, in dem anderen gibt es die deftigen Sachen fürs leibliche Wohl. Außerdem wird ein Zelt fürs Kreative und eines für die Tanzfreudigen errichtet. Gegen 20.30 Uhr, wenn sich Dunkelheit über die Festwiese gelegt hat, wartet noch eine feurige Überraschung auf die Besucher. „So eine Veranstaltung ist natürlich nur mit Hilfe von Sponsoren machbar“, möchte sich Bürgermeister Reinhard Müller bereits im Vorfeld bei allen großzügigen Unterstützern bedanken. Jeder Euro, der übrig bleibt, fließt in den Ausbau des Kinderspielplatzes in Dorf Poltnitz. Von der Jahrfeier soll auch das Signal ausgehen, dass das 700 Jahre junge Poltnitz Nachwuchs gern sieht.

(Lesen Sie ausführlich über das Jubiläum in der Printausgabe und im E-Paper)

 

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