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Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 11:42 Uhr

Suckow : Zuwachs bei den Ruhner Zwergen

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Kindertagesstätte in Suckow wird mit dem Trägerwechsel zum ASB gut angenommen. In der Krippe sind alle Plätze belegt.

von
erstellt am 14.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Die Kindertagesstätte Ruhner Zwerge in Suckow wächst. Mit zehn Kindern ist die Krippe ausgelastet. Von den 30 Kindergartenplätzen sind 25 belegt. „Damit hätte ich in den kühnsten Träumen nicht gerechnet“, sagt Bürgermeister Jürgen Kühl.

Im September vergangenen Jahres hat der ASB die Trägerschaft über die Einrichtung übernommen, die nach dem Rückzug der Diakonie manche bereits abschreiben wollten. Doch die Kommunalpolitiker aus Suckow, Marnitz und Tessenow stellten sich hinter die Kindereinrichtung. „Wir haben ein gutes Kollektiv zusammenbekommen“, freut sich Kühl über die engagierten Erzieher. Die Gemeinden und der neue Träger arbeiten Hand in Hand. Was das Erzieherteam an Niveau hereinbringe, sei erfrischend.

Für die Kita gebe es eine Betriebserlaubnis ohne Einschränkungen, aber auch Auflagen für einige Umbauten. „Im Brandschutz müssen wir nachrüsten“, erklärt Kühl. Ein zweiter Fluchtweg müsse von der zweiten Etage eingerichtet und der Sanitärbereich erweitert werden. Ohne ebenfalls vorgesehene Investitionen in den Spielplatz rechnen die Kommunalpolitiker mit 100 000 Euro. Die Gemeinden Suckow, Marnitz und Tessenow haben eine Vereinbarung unterzeichnet, dass sie sich entsprechend ihrer Kinderzahl in der Einrichtung an den Investitionen beteiligen.

„Der Kindergarten hat oberste Priorität“, sagt der Suckower Bürgermeister. Die Gemeinde hat Ende Januar den Haushaltsplan für dieses Jahr beschlossen. Der ist zwar noch nicht genehmigt, doch für die Suckower ist es nach den Worten von Kühl wichtig, dass sie möglichst schnell einen bestätigten Haushalt haben, um handlungsfähig zu sein.


Windenergie spült Geld in Gemeindekasse


Die Suckower schieben zwar aus Vorjahren noch Schulden vor sich her, aber ihnen geht es inzwischen besser als manchen anderen Kommunen. „Seitdem wir Erträge aus der Windenergie haben, sind wir in der Lage, einen Finanzhaushalt aufzustellen, der ausgeglichen ist“, erklärt der Bürgermeister. Durch die Windenergie fließen 100 000 Euro im Jahr in die kommunale Kasse. Und erstmals gab es im vergangenen Jahr zusätzlich noch Gewerbesteuer. Damit rechnet die Gemeinde allerdings nicht, da diese Steuer zu ungewiss ist.

Jürgen Kühl erklärt: „Wir machen keine neuen Schulden und bauen die Schulden in kleinen Schritten ab.“ Allerdings habe die Gemeinde noch keinen ausgeglichenen Ergebnishaushalt und ist damit nicht in der Lage, Rücklagen zu bilden, die notwendig sind. Die Kommune könne ihr Pflichtaufgaben nicht erfüllen. Notwendige Erhaltungsmaßnahmen schiebt Suckow vor sich her. „Wir leben von der Substanz“, sagt der Bürgermeister. Er nennt als Beispiele Straßenunterhaltung und Baumpflege. In der Gemeinde müssen beispielsweise eine Linden- und zwei Kastanienalleen und 80 bis 90 Kopfweiden gepflegt werden.

Sparen müssen die Suckower u.a. auch, um ihre Feuerwehr auszustatten. Ein dringend notwendiges Einsatzleitfahrzeug werde nicht gefördert, erklärt der Bürgermeister. „Wir brauchen aber dieses Fahrzeug.“

Die Gemeinde macht sich Gedanken über die Gestaltung des Spielplatzes vom Kindergarten. „Da müssen wir dringend was machen“, sagt Jürgen Kühl. Das Kita-Kollektiv habe gute Ideen. Gebraucht werde auch eine Sanitäreinrichtung am Spielplatz. „Wir haben uns eindeutig zum Kindergarten bekannt“, so der Bürgermeister. „Da stehen die Gemeindevertreter zu 100 Prozent dahinter.“

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