Parchim : Zum Jahreswechsel in Parchim?

„Zum Heiligen Geisthof“-Inhaber Michael Dahlke blickt auf gut ausgelastete Feiertage zurück.
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„Zum Heiligen Geisthof“-Inhaber Michael Dahlke blickt auf gut ausgelastete Feiertage zurück.

Die letzten Tage 2017 gestalten sich in Hotels und Pensionen verschieden. Teils hohe Auslastung über die Feiertage.

svz.de von
30. Dezember 2017, 12:00 Uhr

Nun gut – es ist kein Sommer. Radtouristen machen sich rar, Badegäste noch rarer und die Sonne lässt uns ihre Gunst selten zu teil werden. Doch selbst in den Wintermonaten läuft das Hotelgewerbe weiter - wenn auch weitaus entspannter. Oder etwa nicht?

Ein Blick auf Parchimer Hotels und Pensionen während der Weihnachtstage, zwischen den Jahren und Silvester zeigt: Hier ist von allem etwas vertreten. Von tiefstem, wohlverdienten Winterschlaf über eine volle Hütte bis „Ein-bisschen-was-von-beidem“. Eine deutlich ruhige Kugel schiebt zum Beispiel das Café und Pension am Brunnen, das erst ab 8. Januar wieder frisch aufgeschüttelte Betten anbietet. Oder auch das Hotel Stadtkrug, welches am 2. Januar die Türen für seine Übernachtungsgäste öffnet. Wie auch das Brauhaus, in dessen Schwesternhotel Bootshaus am Wockersee jedoch eine Silvesterparty steigt und auch in dem Zusammenhang dort übernachtet werden kann.

Bei Liane Reck in ihrer Pension No.9 steppt der Übernachtungs-Bär: „Von sieben Zimmern haben wir derzeit noch zwei frei. Doch auch die werden wohl in den nächsten Tagen belegt sein.“ Über die Weihnachtsfeiertage war das Haus voll und auch zum Jahreswechsel kommen Touristen aber auch Gäste, die gerne Neujahr mit ihren Parchimer Verwandten und Bekannten verleben möchten.

Auch Michael Dahlke, Inhaber der Gaststube „Zum heiligen Geisthof“, hatte über die Weihnachtsfeiertage eine gute Zimmerauslastung und wird über Silvester Neuankömmlinge willkommen heißen.

Wiederum gibt es bei Anja Brockmöller im Hotel Stadt Hamburg einen „Freundschaftsdienst“: „Offiziell haben wir nicht geöffnet, doch für einige die hier ihre Familie besuchen wollen, schon.“ Diesem erlesenen Kreis ist spontan wohl nicht so schnell beizuwohnen.

Ähnlich bei Rüdiger Kohl – er hat geöffnet, wenn auch dezimiert. Die sechs Zimmer im Hotel am Bahnhof, das normalerweise unter der Woche ein beliebtes Anfahrtsziel für Geschäftsreisende ist, sind momentan im Entspannungsmodus. Und die Tage werden auch beim Eigentümer absichtlich ruhig gestaltet: „ Momentan gibt es eine geringe Anfrage. Aber wir wimmeln auch zugegebenermaßen einiges ab, damit wir mal unsere Ruhe haben.“

Die ist am Hafen sichtlich allgegenwärtig. Wo sich im Sommer oft Boot an Boot vertäut, liegt jetzt nur die Elde still und friedlich da. „Die Schleusen sind zu, also kommt auch kein Boot“, sieht Pächter Holger Nüsch der Tatsache gelassen entgegen. Mit den Caravan-Stellplätzen sieht es ähnlich aus: Aktuell weit und breit zumeist Wohnmobilfreie Zone. Doch der Sommer wird kommen. Und mit ihm die Touristen. Vielleicht wünschen wir sie uns dann zurück: Diese winterliche Stille.

Mona Laudan


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