Parchim : Zukunftsreise durch Kulturmühle

Zwei-Personen-Stück auf der künftigen Mühlen-Bühne (v.l.): Thomas Ott-Albrecht und Stefan Sternberg Fotos: Wolfried Pätzold
1 von 4
Zwei-Personen-Stück auf der künftigen Mühlen-Bühne (v.l.): Thomas Ott-Albrecht und Stefan Sternberg Fotos: Wolfried Pätzold

Rundgang durch das künftige Parchimer Theater mit Kulturausschuss-Chef Stefan Sternberg und Intendant Thomas Ott-Albrecht

23-11367642_23-66107912_1416392295.JPG von
16. Februar 2018, 05:00 Uhr

So viel wurde schon über Förderbescheide und Behördenvorgänge geschrieben, wenn es um Parchims künftige Kulturmühle ging. Jetzt, wo bald schon Bauvorbereitungen starten, wird es Zeit für ein neues Stück. Wir begleiteten gestern Stefan Sternberg, den Vorsitzenden des Kreistags-Bildungsausschusses, und Thomas Ott-Albrecht, den Intendanten des Jungen Staatstheaters Parchim bei einer exklusiven Tour mit Visionen durch die alte Elde-Mühle. „Das ist die Zukunft für die Kreisstadt“, schwärmt Stefan Sternberg (SPD), „die Kulturmühle wird auch überregional einzigartig werden und in den gesamten Landkreis hineinstrahlen.“ Anlass für den kleinen Ausflug ist die Unterstützung aller Kreistagsfraktionen für das Projekt und das motivierende Interesse der Bürger. In der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses ging es darum, unbedingt den Ausbau des Hauses mitgestalten zu wollen. Das machte auch der stellvertretende Ausschussvorsitzende Andreas Sturm (Die Linke) deutlich.

Wir stehen vor dem Eingang der Mühle. Stefan Sternberg hat die Schlüssel mitgebracht, Thomas Ott-Albrecht ist schon drin, er kam von der Elde-Seite. Wenn Theater und Museum in spätestens drei Jahren hier eingezogen sein werden, treten die Besucher vom Fischerdamm an der Ostseite ein. Der Vorbau für die Mühlen-Lastwagen wird abgerissen. In den Gebäudeflügel dahinter soll eine Gaststätte einziehen, die vom Theaterbetrieb veranstaltungsbezogen abgetrennt werden kann. „Wir möchten möglichst jetzt schon den Rat der Gastronomie-Fachleute einbinden, alles sollte kombinierbar sein“, sagt Stefan Sternberg. Stellen wir uns also neben dem offenen Gaststättenbereich ein in warmes Licht gehülltes Foyer mit Garderobe, Toilette und Kassenbereich vor, das wir Richtung Eldearm betreten. Die Spuren der alten Elde-Mühle werden teilweise bewusst erhalten bleiben – zum Beispiel Schaltkästen oder Schilder mit der Aufschrift „Ordnung und Sicherheit meine persönliche Verpflichtung im Wettbewerb“. Die Bühne wird Richtung Eldearm gebaut, also vom Fischerdamm aus gesehen, an der Rückwand. Dieser aktuell mit grüner Wellplaste verkleidete Bereich, in dem früher das Elde-Mehl geladen wurde, wird dafür abgerissen. Das Erfolgsstück „Emmas Glück“, Applaus begeisterter Zuschauer, für einen Moment passt das Zukunfts-Bild. Wir tasten uns aus der Dunkelheit zurück ins Treppenhaus. Eine Etage höher, wo früher die Mahlwerke arbeiteten, wäre ein guter Ort fürs Museum. Die Kulturmühle wird dem Theater auch Platz für die vielen Nebenorte wie das Fundus-Lager bieten. „4000 Quadratmeter Fläche sind es“, weiß Thomas Ott-Albrecht. „Das hier ist eine Sache, in die sich viele kreativ reingekniet haben“, sagt Stefan Sternberg, „wenn wir diese einzelnen Stücke gut zusammensetzen wird es etwas ganz Großes.“ Im Kleinen machen das gerade Studenten der Hochschule Wismar. Sie erstellen ein dreidimensionales Computerprogramm der Mühle, das virtuelle Rundgänge ermöglicht. Bis sich der Premierenvorhang hebt, schreibt die Behördensprache aber noch am Stück mit. Die Verwaltung formuliert die Ausschreibung. Es folgen die Bauleute. Aber dann...

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert