Parchim : Zukunftsdebatte dreht letzte Runde

Blick auf die Kreisstadt Parchim
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Blick auf die Kreisstadt Parchim

Bürgerhinweise ins Kreis-Entwicklungskonzept 2030 eingearbeitet. Ausschüsse diskutieren. Am Ende beschließt der Kreistag.

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07. September 2017, 05:00 Uhr

Zwei Jahre harte Arbeit mit unzähligen Machern bis ins kleinste Dorf: Das Kreisentwicklungskonzept 2030 ist jetzt auf der Zielgeraden. Die neueste Fassung enthält viele der Beiträge, die Bewohner des Landkreises Ludwigslust-Parchim in zwei Internet-Foren beigesteuert haben (wir berichteten ausführlich). Darüber diskutieren in dieser Woche die Ausschüsse des Kreistags. Der Kreistag selbst wird dann voraussichtlich im Oktober die endgültige Fassung des Konzepts 2030 beschließen und damit erstmals ein Bild von der Zukunft des flächenmäßig zweitgrößten Landkreises zeichnen.

„Wir zielen darauf ab, dem Kreistag das beschlussreife Kreisentwicklungskonzept am 12. Oktober vorzulegen“, sagt Joachim Müller, der Fachdienstleiter Regionalmanagement und Europa in der Kreisverwaltung. Die Phase der redaktionellen Erfassung sei jetzt abgeschlossen. Seit November 2015 hatten die 214 000 Einwohner des Landkreises Gelegenheit, ihre Vorstellungen in zwei Internetforen, vier Regionalforen und weiteren Veranstaltungen wie einem Jugendforum ins Konzept einzubringen.

Wem jetzt noch dringende Zukunftsvisionen im Konzept fehlen, der müsste sich an seinen Kreistagsabgeordneten wenden. Joachim Müller: „Der Ball liegt jetzt im Feld der Politik.“ Änderungsanträge habe es bereits in einigen Ausschüssen gegeben. Über die diskutiert vorab der Kreisausschuss, bevor der Kreistag in die Debatte einsteigt. „Wie muss der Landkreis Ludwigslust-Parchim für mich im Jahr 2030 aussehen?“ Das Konzept beantwortet diese Frage allerdings nicht in einer Schnelllese-Fassung, es braucht einige Zeit. Es ist in drei Handlungsfelder strukturiert: Starker Wirtschaftsstandort, nachhaltiger Lebensraum und lebenswerte Orte. Querschnittsthemen, die bei der Umsetzung in allen Handlungsfeldern mitgedacht werden sollten, sind die demografische Entwicklung; Teilhabe, Integration und Barrierefreiheit; Kooperationen; Digitalisierung und Finanzen. Tipp: Das Konzept (66 Seiten) einmal durchblättern, danach ins Detail einsteigen. Fachdienstleiter Joachim Müller: „Es gibt Dinge, die an mehreren Stellen auftauchen müssen.“ So findet sich die Rolle der Berufsschule in mehreren Handlungsfeldern, mal mit Bezug auf Wirtschaft, mal mit Hinweis auf Bildung. Der Flughafen Parchim mit dem Vorschlag interkommunaler Kooperation findet sich bei den Handlungsansätzen zum starken Wirtschaftsstandort.

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