Parchim : Zukunft: Bürger ruft, Bus kommt

Rufbusse werden die Fahrgäste zur Linie 77 bringen.
Rufbusse werden die Fahrgäste zur Linie 77 bringen.

Nach dem letzten Rettungsversuch der Südbahn konzentriert sich der Landkreis auf den Aufbau eines Rufbus-Systems

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05. Januar 2016, 15:48 Uhr

Rufbus, was ist das? Die Skepsis steht vielen Fahrgästen des Öffentlichen Personennahverkehrs ÖPNV ins Gesicht geschrieben. Dabei könnte das so genannte Rufbus-System dem ländlichen Raum eine kleine Mobilitäts-Revolution bescheren. Die Region zwischen Parchim und Plau am See soll nach dem Aus für die Südbahn Pilotprojekt für den gesamten Landkreis werden.

Die Idee hinter dem Konzept, das der Landkreis Nordwestmecklenburg jetzt mit Jahresbeginn eingeführt hat: Ein Netz von Hauptlinien, die im Ein- oder Zwei-Stunden-Takt bedient werden, durchzieht den Kreis. Rufbusse wären dann die Zubringer, die Fahrgäste aus Dörfern abseits der Fahrstrecke zu den Hauptlinien bringen. Damit wären die Bewohner nicht mehr auf den Takt der Schulbusse angewiesen, zahlreiche Dörfer wären auf einen Schlag neu mit dem ÖPNV verbunden.

Ungewohnt für die Fahrgäste: Der Rufbus kommt nicht automatisch, er will angerufen werden. Landrat Rolf Christiansen (SPD): „Es ist ganz einfach. Bis zu einer bestimmten Zeit vor Abfahrt wählen die Bürger eine Nummer. Das System erkennt dann den Bedarf und organisiert den Zubringer.“ Je nach Anzahl der Fahrgäste kann das ein Taxi oder auch ein Kleinbus sein.

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