Übung in Parchim : Zug-Kollision auf Gleis 13

Einsatzkräfte öffnen die Zugtür von außen. Fotos: Michael-günther Bölsche
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Einsatzkräfte öffnen die Zugtür von außen. Fotos: Michael-günther Bölsche

80 Einsatzkräfte probten den Ernstfall auf dem Parchimer Bahnhofsgelände

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16. November 2015, 06:30 Uhr

Rund 80 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Parchim und Spornitz, des THW, vom DRK-Sanitäts- und Betreuungszug, des Rettungsdienstes sowie drei Notfallseelsorger waren am späten Freitagabend in eine groß angelegte Übung am ehemaligen Parchimer Güterbahnhof eingebunden. Das Szenario: Bei einer Rangierfahrt kollidieren zwei Triebwagen auf Gleis 13. Mehrere Fahrgäste sind verletzt, einige sogar schwer.

Es geht auf Mitternacht zu: Der letzte Zug aus Hagenow ist um 22.50 Uhr, der letzte aus Schwerin um 22.57 Uhr eingefahren. Die wenigen Fahrgäste eilen durch die Dunkelheit nach Hause. Laut Plan beginnt nun die nächtliche Betriebspause. Nicht an diesem Abend. Jörg Kiehn und weitere Mitarbeiter der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (ODEG), Bernd Hennig von der Deutschen Bahn-Netzagentur mit seinen Kollegen, der Sachgebietsleiter Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Joachim Reimer sowie einige Feuerwehrkameraden finden sich auf dem Bahnsteig ein und fahren mit einem Doppeltriebwagen zum einstigen Güterbahnhof. Dort werden die beiden Triebwagen entkoppelt und die „Reisenden“ als Statisten für die gleich beginnende Übung hergerichtet.

Gegen 23.25 wird der Alarm ausgelöst, wenig später rollen die ersten Einsatzfahrzeuge der FFw Parchim an. Gruppenführer Maik Kostecki teilt seine Kameraden ein. Gemeinsam mit Kay Marckwardt beginnt die routinemäßige Überprüfung im Zug, ob es Verletzte gibt. Die verschlossenen Zugtüren lassen sich relativ schnell von außen öffnen. Nach und nach treffen alle weiteren Kräfte ein.

Gegen 2 Uhr wird die Übung beendet und ein erstes Fazit gezogen. Bernd Hennig von der DB zeigte sich zufrieden, wie alles gelaufen ist. Er kündigte an, dass interne Auswertungen folgen werden und man in Schulungen auf das ein oder andere eingehen werde. Jörg Kiehn von der ODEG lobte das Zusammenspiel zwischen ODEG, DB-Netzagentur und den Notfallleitstellen. Auch Joachim Reimer von der Kreisverwaltung kam es in erster Linie darauf an, auszutesten, wie das Zusammenspiel klappt und dass man sich gegenseitig kennen lernt. An der Übung nahmen auch nicht geplante Einheiten teil, „die sich spontan einfanden und die wir integrierten, denn wir können auch mit solchen Situationen umgehen“, so Reimer.

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