Parchim : Zu Besuch in blühenden Oasen

Eine Pracht: Der Garten von Gabriele und Hans-Dieter Mathews.
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Eine Pracht: Der Garten von Gabriele und Hans-Dieter Mathews.

Mitglieder im ASB Seniorenclub Parchim öffneten zum dritten Mal ihre Gartentüren. Interessengemeinschaft feiert fünfjähriges Bestehen.

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21. Juni 2016, 21:00 Uhr

Dass hier eine passionierte Gärtnerin, die ihr Hobby liebt und lebt, am Werk ist, erschließt sich auf den ersten Blick: Mitten in der Stadt hat Gabriele Mathews gemeinsam mit ihrem Mann Hans-Dieter auf einer Fläche von vielleicht 150 Quadratmetern innerhalb von drei Jahren ein neues Paradies auf Erden geschaffen. Es grünt und blüht, es duftet, summt und plätschert im Garten vor dem liebevoll sanierten denkmalgeschützten Haus in der historischen Altstadt. Mehr als 100 verschiedene Pflanzen dürften hier mittlerweile versammelt sein, schätzt Gabriele Mathews vorsichtig. „Man glaubt gar nicht, wie viele Vögel und anderes Getier zu uns zum Trinken und Baden kommen. Man kann sich daran gar nicht genug satt sehen“, schwärmen die Gartenbesitzer.

Nicht mehr aus dem Schwärmen heraus kamen auch Helga Sacklowski, Gitti Pawlowski sowie die anderen Mitglieder des ASB Seniorenclub Parchim, als sie zum „Tag des offenen Gartens im Club“ bei Gabriele und Hans-Dieter Mathews willkommen waren: Bereits den dritten Sommer ermöglichen Clubfreunde zur schönsten Blütezeit diese inspirierende Gartentour, die diesmal auch in den kleinen gediegenen Hofgarten von Barbara und Wolfgang Westphal führte: Ausnahmslos alles, was hier von der Rose bis zum Küchenkraut gedeiht, wächst vor allem links und rechts der Auffahrt in Töpfen und Kübeln heran. So nennt die Hobbygärtnerin allein zehn Sorten Heuchera (Purpurglöckchen) ihr Eigen. Ganz besonders schwört Barbara Westphal auf ihre Aronia-Beeren (Perla Magica), die wegen ihrer positiven Nebenwirkungen landläufig auch als Gesundheitsbeere bezeichnet werden. Barbara Westphal verarbeitet sie gemischt mit anderen Früchten zu Marmelade – für den eigenen Gebrauch sowie als persönliches Präsent zum Verschenken. Einen Namen als begnadete Gärtnerin hat sich ebenfalls Monika Brix unter ihren Clubfreunden gemacht: Der Frau gelingt es spielend leicht, aus handelsüblichen Physalis eigenen Früchte zu ziehen, die in so großen Mengen heranreifen, dass sie von den frischen Früchten bis in den Februar hinein zehren kann. Auf ihrer weitläufigen 1-a gepflegten Scholle klang die kleine Gartentour mit einem gemütlichen sommerlichen Beisammensein aus. Wehmut kam allerdings auf, als sich der Club von Ursula Klühe verabschiedete und ihr ein Erinnerungsbuch überreichte. Mit ihrem vielfältigen Engagement auf musischem Gebiet hat Ursula Klühe das Clubleben von Beginn an bereichert. „Ich freue mich, euch alle kennen gelernt zu haben“, geht auch ihr der Abschied aus Parchim und damit aus dieser vertrauten Runde nahe.

Nach der Sommerpause startet der Club mit einer Festwoche zum fünfjährigen Bestehen in das zweite Veranstaltungshalbjahr: Die offizielle Geburtstagsfeier im geladenen Kreis findet am 1. September im Rathauskeller statt. Eine Woche später geht es dann in Plau am See an Bord eines Ausflugsdampfers, der in Waren zur Besichtigung des Müritzeums anlegt. Als Interessengemeinschaft unter dem Dach des ASB mit etwa 50 Mitgliedern zwischen 54 und 92 Jahren hat es sich der Seniorenclub zum Anliegen gemacht, Leute zusammen zu bringen, die gern aktiv sind und daran andere teilhaben lassen möchten.  

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