Feuerwehrausscheid : Ziegendorf macht Dreier perfekt

Ziegendorfs Wehrführer Peter Prestin führte stolz das neue Löschfahrzeug vor.
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Ziegendorfs Wehrführer Peter Prestin führte stolz das neue Löschfahrzeug vor.

Gastgeber zum 3. Mal in Folge Beste

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11. Juni 2017, 16:56 Uhr

Der vergangene Sonnabend stand für die Ziegendorfer Floriansjünger unter einem besonders guten Stern: Als Pokalverteidiger durfte die Freiwillige Feuerwehr Ziegendorf zum zweiten Mal den jährlichen Wettstreit der Kameraden und Kameradinnen im Amt Parchimer Umland ausrichten und trat mit dem Ehrgeiz an, auch zum drittem Mal hintereinander zu siegen. Denn so bliebe der Wanderpokal gleich an Ort und Stelle. Zudem hatte das Amtswehrtreffen für sie mit der feierliche Übergabe eines neuen Löschfahrzeugs begonnen.

Sichtlich stolz zeigte Wehrführer Peter Prestin allen Wissbegierigen das nagelneue und mit vorhandenem Material ausgerüstete Tragkraftspritzenfahrzeug TSFw auf MAN-Fahrgestell, aufgebaut von der Firma Ziegler, mit dem künftig sechs der 23 aktiven Kameraden zum Einsatz eilen werden. Es sei der Ersatz für einen altersschwachen LO, der vor zwei Jahren total ausfiel, ausgerechnet in dem Moment, als auch ihr zweites Staffelfahrzeug den Tüv nicht bestand. Da letzteres inzwischen wieder flott sei, könnte wenigstens die Hälfte der örtlichen Einsatzkräfte auf Feuerwehrtechnik ausrücken, während der Rest bei Bedarf mit Privatfahrzeugen herbei eile.

Im anschließenden Wettbewerb erwiesen sich die erfahrenen Ziegendorfer als ausgesprochen fit sowohl bei der anspruchsvollen Standortausbildung in Sachen Digitalfunk als auch nach Dienstvorschrift FwDV 10 mit der vierteiligen Hakenleiter. Letzteres war nur dank externer Unterstützung machbar, wozu eine ortsansässige Firma das Gerüst stellte. Beide Prüfungen absolvierten die Ziegendorfer fehlerlos wie übrigens beinahe alle ihrer Mitstreiter.

Wie bereits Amtswehrführer Frank Schweitzer aus Domsühl vorab eingeschätzt hatte, entscheiden schließlich Geschick und Schnelligkeit. Lagen die Teams beim Kuppeln der Saugleitungen noch zeitlich relativ nahe bei einander, offenbarte die Prüfung „Leinenverbindungen“ schon deutliche Unterschiede, wobei schließlich der auch vom Publikum mit Spannung beobachtete Löschangriff „nass“ in zwei Läufen den Ausschlag gab. Die digitale Zeitnahme machte es hier besonders spannend.

Unter 150 Feuerwehrleuten aus 13 Wehren sahen die 34 Kampfrichter und Offiziellen letztlich die Gastgeber aus Ziegendorf an der Spitze vor Matzlow-Garwitz und Obere Warnow. Die Tabelle bescheinigte den Routiniers kontinuierliche Spitzenleistungen mit einem „Ausrutscher“ im 1. Lauf des Löschangriffs, der mit der hier zweitschlechtesten Zeit für eine Schrecksekunde sorgte. Allerdings hatten die Ziegendorfer schon bei den Leinenverbindungen in fehlerlosen 13,72 Sekunden (knapp 1/3 der schlechtesten Zeit) vorgelegt und sich im 2. Löschangriff mit uneinholbaren 39,11 Sekunden den Gesamtsieg verdient.  

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