Ein Wochenende mit Baby-Puppe : Zauberhafte Mamas „auf Zeit“

Sechs Schülerinnen der Eldetal-Schule bewältigten ihre Babybedenkzeit mit Bravour und nötigten ihren Klassenkameraden großen Respekt ab.
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Sechs Schülerinnen der Eldetal-Schule bewältigten ihre Babybedenkzeit mit Bravour und nötigten ihren Klassenkameraden großen Respekt ab.

Sechs Mädchen aus der Eldetal-Schule Domsühl nahmen sich eine Babybedenkzeit und machten damit eine ganz große Erfahrung fürs Leben

Ein ungewöhnliches und aufregendes Wochenende liegt hinter den sechs Mädchen der 8. Klasse der Eldetalschule Domsühl. Alina, Celin, Chantal, Jeniffer, Lisa und Sarah-Michelle nahmen an dem von der DRK-Schwangerenberatung geförderten Projekt „Baby-Bedenkzeit“ unter der Leitung von Barbara Guth teil. Für knapp drei Tage und drei – teilweise endlos lange – Nächte brachten Finn, Joey, Johnny, Bella, Mark und Zoey das Leben der 13- bis 15jährigen Mädchen gehörig durcheinander.

Am Freitagmorgen übergab Barbara Guth die Babys und die ganze Klasse erführ Wissenswertes über dieses Projekt und die Babypflege. Zunächst waren auch zwei Jungen an diesem Experiment interessiert, überlegten es sich jedoch in letzter Minute anders. Jede Mama erhielt eine Geburtsurkunde, auf der nicht nur der Name, sondern auch das Gewicht des Kindes vermerkt war. Voller Ungeduld fieberten die Mädchen dem Nachmittag entgegen, wenn die Kinder „geboren“ werden und ihren ersten Schrei oder ein Glucksen von sich geben. Während Alina am Freitag schon glaubte, ihr Johnny sei, weil er lange und brav schlief, kaputt, ging es bei ihrer Zwillingsschwester Celin und Sohn Joey bereist hoch her. Selbst ihre Tätigkeit als Zeitungszusteller nahmen die Zwillinge gewissenhaft wahr und ließen sich auch nicht durch Johnnys nasse Windel aus der Ruhe bringen. Sie wurde kurzerhand auf der Straße gewechselt.

Ein ziemlich entspanntes Wochenende hatten dagegen Sarah-Michelle und Bella. Selbst der zweijährige Bruder freute sich über das Gastkind und half emsig beim Füttern. Lisa wollte nicht „allein erziehend“ sein und holte sich ihre Freundin Madelaine als Patentante ins Boot. Doch obwohl sie sich zu zweit um Zoey kümmerten, stand auch ihnen am Montag die Erleichterung ins Gesicht geschrieben, dass die Probezeit als Mutter überstanden war. Den gemütlichen Geburtstagskaffee ihrer Oma bereicherte Jeniffer mit Söhnchen Mark und machte erstere im Handumdrehen zur Urgroßmutter. Finn machte es Mama Chantal besonders schwer. Für sie hieß es, sich schnell auf neue Situationen einzustellen und vor allem nachts für ihren Schützling da zu sein. In der Auswertung mit Barbara Guth antwortete Chantal auf die Frage, wann sie Mutter werden wolle: „Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, ob ich überhaupt Mama werden will.“

Auch wenn dieses Projekt nicht nur für die sechs Mädchen, sondern auch ihre Eltern, Geschwister und Freunde anstrengend und ungewöhnlich war, so ist es doch erstaunlich, wie viel Verantwortung diese Teenager übernommen haben. Alina, Celin, Chantal, Jeniffer, Lisa und Sarah-Michelle waren wirklich sehr liebevolle und zauberhafte Mütter auf Zeit, aber alle sind sich sehr sicher, dass sie sich mit einem eigenen Baby noch viel Zeit lassen werden.





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