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150 Jahre DRK Parchim : Wunschballons über Parchim

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Ein Erlebnis zum runden DRK-Geburtstag: 400 rote Ballons tragen die Hoffnungen der Kita-Kinder raus in die Welt

von
erstellt am 08.Mai.2014 | 17:17 Uhr

Große Aufregung herrschte gestern in der DRK-Kita „Kinderland“ in der Parchimer Karl-Liebknecht-Straße. Schon seit dem frühen Morgen wurden hier fleißig rund 400 rote Luftballons mit Helium gefüllt, die später die kleinen Wunschkärtchen der Kinder in die Welt hinaus trugen.

Um zehn Uhr hatte das Warten für die 160 Mädchen und Jungen endlich ein Ende. Mit großen Kulleraugen bestaunten sie die vielen Ballons mit ihren Wünschen und sangen dem Deutschen Roten Kreuz zum 150. Geburtstag ihr Lieblingslied: „Wir sind Kinder einer Welt“.

Darunter auch der kleine Nebojsa Nikolic aus Serbien, der sich etwas für seine Familie wünscht: „Ich wünsche mir, dass meine kleine Schwester wächst und wir immer miteinander spielen können.“ Nebojsa sei wirklich sehr familienverbunden, weiß Kita-Leiterin Gisela Rickert.

Besonders staune sie über dessen Entwicklung: „Als Nebojsa im August zu uns kam, konnte er kein Wort Deutsch. Er ist aber sehr aufgeweckt und möchte unbedingt die Sprache lernen. Inzwischen hat er so viel dazugelernt, dass er in diesem Jahr mit den anderen zur Schule gehen kann.“

Der Siebenjährige profitiert von dem interkulturellen Konzept der Kindertagesstätte. Die Kinder hier kommen aus 15 verschiedenen Nationen. „Sie werden mit Sprachprojekten gefördert – das meiste lernen sie aber spielerisch voneinander“, resümiert Gisela Rickert und fügt hinzu: „Überhaupt wird das Miteinander bei uns groß geschrieben – bei uns sind alle Kinder gleich.“

Dass keine Spielsachen auf den Wunschzetteln der Kinder stehen, ist dabei natürlich auch kein Zufall. Die Erzieherinnen haben die Wünsche gemeinsam mit ihren Schützlingen zu Papier gebracht und ihnen erklärt, dass Wünsche etwas besonderes seien und dass sie sich vielmehr überlegen sollen, was ihnen wichtig sei.

So wünscht sich die sechsjährige Charlotte Feist beispielsweise, dass ihre Eltern immer gesund bleiben und auch für den gleichaltrige Valentin May und die kleine Helene Klix steht dieser Wunsch ganz oben auf der Liste. „Ich wünsche mir, dass ich mich immer mit meinen beiden Brüdern verstehe“, verrät Rick Stellmacher, der sich mit seinen Brüdern Nick und Luke zwar immer mal wieder streitet, aber ebenso schnell auch wieder verträgt.

Nick Kirschke hingegen freut sich schon jetzt riesig auf den Martinimarkt und wünscht sich einen gemeinsamen Besuch mit seiner Familie. „Besonders freue ich mich auf die Geisterbahn – Angst habe ich da aber keine“, sagt der Sechsjährige mutig. Besonders herzlich ist der Wunsch von Ashot Voshanyan. Der kleine Armenier, der bisher nur wenig Deutsch spricht, liebt seine Schwester und wünscht sich, dass das immer so bleibt.

So unterschiedlich die Kinder und ihre Wünsche seien mögen, eines ist ihnen gemein: die große Freude über die aufsteigenden Wunschballons in den Parchimer Himmel.

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