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Bekämpfung kaum möglich : Wollige Napfschildlaus erreicht Parchim

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Nachdem vor Wochen der Eichenprozessionsspinner in der Region für viel Wirbel gesorgt hat, haben nun aufmerksame Bewohner in Parchim einen weiteren Schädling entdeckt: die Wollige Napfschildlaus.

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erstellt am 28.Aug.2013 | 10:09 Uhr

Parchim | Nachdem vor Wochen der Eichenprozessionsspinner in der Region für viel Wirbel gesorgt hat, haben nun aufmerksame Bewohner in der Parchimer Rieblingstraße einen weiteren Schädling entdeckt. Es handelt sich dabei um die Wollige Napfschildlaus. Inzwischen wurde auch ein starker Befall in der Putlitzer Straße festgestellt.

Die Wollige Napfschildlaus, Pulvinaria regalis, wurde Anfang der 1960er Jahre erstmals in England und wenig später auf dem europäischen Kontinent beobachtet. Der erste Befall in Deutschland wurde 1989 im Rheinlandes festgestellt. Seither breitet sich der Schädling vor allem in Nord-Süd-Richtung aus und ist mittlerweile an zahlreichen Laubbäumen in vielen deutschen Städten und Gemeinden zu finden. Die bevorzugten Wirtsbaumarten sind die Rosskastanie, die Linde und der Ahorn. Die Weibchen der Wolligen Napfschildlaus legen ihre Eier in weiße Eisäcke aus Wachswolle am Stamm und an den Astunterseiten der Bäume ab. Binnen weniger Jahre kann ein Befall zu einer massiven Besiedlung führen, wobei große Teile der Baumrinde mit den auffälligen Kolonien bedeckt werden.

"Die Bekämpfung der Napfschildlaus ist fast nicht möglich", so Karola Kimmen vom zuständigen Fachbereich der Stadtverwaltung. Der Befall stellt nach bisherigen Erkenntnissen primär nur eine ästhetische Beeinträchtigung der Bäume dar. Die Bäume sterben dadurch nicht ab. Eine mehrjährige Saugtätigkeit der Napfschildläuse könnte auf Grund von reduzierter Reservestoffbildung die Vitalität der Bäume beeinträchtigen und sie anfällig für Folgeschäden machen. Die Wollige Napfschildlaus besitzt ein enormes Vermehrungspotenzial. Innerhalb weniger Vegetationsperioden können Bäume flächig mit den Läusen befallen sein.

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