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Viel Spass in der Schule : „Wollen wir heute schon lernen?“

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Einschulungsfeiern im Landkreis Ludwigslust-Parchim / Mestliner Grundschule hat weiter Bestand

svz.de von
erstellt am 24.Aug.2014 | 17:36 Uhr

Zu den landesweit rund 13 200 Mädchen und Jungen, die am heutigen Montag erstmals als Abc-Schützen ihren schulischen Lebensabschnitt beginnen, gehören auch die 17 Kinder der Mestliner Grundschule. Feierlich wurden sie am Sonnabend aufgenommen und viele Eltern und Großeltern begleiteten sie bei diesem Start. Versüßt wurde der Beginn mit einer großen Schultüte, in der sich neben allerlei Nützlichem natürlich auch Süßigkeiten befanden.

Doch bevor der Inhalt genauer untersucht wurde, nahmen sie in der Turnhalle in der ersten Reihe Platz, der eine etwas forsch, der andere etwas schüchtern. Fremd und neu ist einiges, doch Mama und Papa saßen hinter ihnen in den Reihen und gemeinsam verfolgten sie das Programm, das die älteren Schüler vortrugen. Mit kleinen Gedichten, Liedern und Spielszenen wurde den Erstklässlern fast spielerisch gezeigt, dass Lernen auch Spaß machen kann. Die Akkordeonspieler der Musikschule Fröhlich bewiesen, dass sie die Tasten ihrer Instrumente bereits gut beherrschen. Und nach der kleinen Rede von Schulleiterin Gudrun Höfs wurden die Neuen feierlich und mit Handschlag als Schüler offiziell begrüßt und es ging dann in ihren Klassenraum.

„Wollen wir heute schon lernen?“ fragte Odin etwas vorlaut, als seine Klassenlehrerin Roswita Hartig die Tür öffnete und die Kinder ihren Platz suchten. Schnell war aber auch er beruhigt, dass das Lernen erst am heutigen Montag beginnt. Jetzt wurden zunächst die Plätze und der Banknachbar in Augenschein genommen und dann waren sie die kleinen Stars. Eltern und andere Verwandte drängten sich im Klassenraum, um ein erstes Foto ihrer Sprösslinge auf der Schulbank zu machen. Fast war es so wie bei den großen Empfängen mit dem roten Teppich. Die Fotoapparate klickten, Blitzlichter erhellten kurzzeitig den Raum und jeder wollte das beste Foto haben.

Mit den großen Schultüten bepackt wurde das offizielle Erste-Klasse-Gruppenfoto gefertigt und es folgten etliche Einzelaufnahmen, bevor dann gemeinsam mit den Familien dieser Tag gefeiert wurde und das anfängliche Lampenfieber langsam erlosch.

Aber nicht nur die Kleinen hatten das Kribbeln im Bauch. „Das geht mir jedes Mal so, wenn ich eine neue erste Klasse übernehme“, sagte Roswita Hartig. Seit 1976 ist sie im Schuldienst und „so ein Tag ist keine Gewohnheit“, sagt sie, die auch für das Einschulungsprogramm seit Jahren verantwortlich ist. Vier Stammlehrer und drei Gastlehrer unterrichten an der Mestliner Vollen Halbtagsschule und dazu kommen noch Inklusionslehrer, die sich speziell um einige Schüler kümmern.

So ein Schulanfang ist auch für die Erwachsenen immer wieder eine Erinnerung an die eigene Schulzeit. Jörg Steinke meinte angesichts der Bilder, dass es schon lange her sei und er 1976 eingeschult wurde. „Unsere erste Klassenlehrerin war Frau Block. Später dann Frau Frank. Die Unterstufe haben wir noch in der Baracke in der Goldberger Straße gehabt“, erinnert er sich. Anita Gänge findet es cool: „Frau Hartig war früher auch meine Klassenlehrerin.“ Auch Doreen Bohnet meint: „Da werden Erinnerungen wach... Frau Hartig - unsere Musiklehrerin in den 80ern“.

Wenn sich ab heute die Mädchen und Jungen täglich auf den Schulweg machen, dann heißt es auch für die Kraftfahrer, etwas mehr Obacht zu geben. Gerade in den Bereichen an den Schulen ist Vorsicht geboten, denn die Kleinen sind noch nicht so vertraut mit dem Verkehr und dem für sie neuen Schulweg. Damit sie auch gut zu erkennen sind, tragen sie die gelben Mützen, die weithin signalisieren, dass hier Schulanfänger auf dem Weg sind.




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