zur Navigation springen

Gemarkung Slate : Wolf durchstreift Parchimer Wälder

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Stadtforstchef: In der Gemarkung Slate ist ein Wolf auf Wanderschaft

von
erstellt am 12.Mai.2016 | 21:00 Uhr

„Der Wolf ist offenbar im Parchimer Land angekommen“, so Oberförster Danilo Klaus. Der Chef der stadteigenen Forst hat am Mittwochabend auf Nachfrage der CDU-Abgeordneten Cordula Hohmann zum jährlichen Forstbericht für die Stadtvertretung  mit dieser  Nachricht für Furore gesorgt. „Vor wenigen Tagen hat mich die Information erreicht, dass in der Gemarkung Slate ein Wolf gesehen wurde. Da das Tier zwei sehr erfahrenen Jägern vor das Fernglas gelaufen ist, sind wir uns ziemlich sicher, dass es sich um einen Wolf handelt“, sagt der Forstmann. Da dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es auch ein Wolfs-Foto aus der Parchimer Region gibt, denn in  den Wäldern rund um die Kreisstadt haben Jäger wie vielerorts Wildüberwachungskameras installiert. „Da sind nicht nur Bilder von Rehen, Wildschweinen und Füchsen, sondern künftig gelegentlich sicher auch die eines Wolfes zu sehen“, erwartet Danilo Klaus. Er ist sich mit den Jagdkollegen einig, dass es sich bei dem Wolf um  ein Tier handelt, das auf seiner Wanderschaft das Parchimer Land durchstreift. Bevor sich hier eine Wolfsfamilie ansiedelt, dürfte noch einige Zeit vergehen.

n Wolf gesehen wurde. Da das Tier zwei sehr erfahrenen Jägern vor das Fernglas gelaufen ist, sind wir uns ziemlich sicher, dass es sich um einen Wolf handelt“, sagt der Forstmann. Da dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein, bis es auch ein Wolfs-Foto aus der Parchimer Region gibt, denn in den Wäldern rund um die Kreisstadt haben Jäger wie vielerorts Wildüberwachungskameras installiert. „Da sind nicht nur Bilder von Rehen, Wildschweinen und Füchsen, sondern künftig gelegentlich sicher auch die eines Wolfes zu sehen“, erwartet Danilo Klaus. Er ist sich mit den Jagdkollegen einig, dass es sich bei dem Wolf um  ein Tier handelt, das auf seiner Wanderschaft das Parchimer Land durchstreift. Bevor sich hier eine Wolfsfamilie ansiedelt, dürfte noch einige Zeit vergehen.

Für die beiden Jäger war ihre Beobachtung etwas Besonderes. „Es gibt keine Anzeichen, dass von dem Wolf eine Gefahr ausgeht. Auch Schäden sind nicht bekannt. Obwohl es sich um ein Raubtier handelt, sind vor allem die Jungtiere neugierig und die ausgewachsenen Wölfe scheu. Die Tiere meiden Menschen und würden sich   bei Kontakt mit Spaziergängern, die vielleicht Pfingsten einen Ausflug im Wald unternehmen, zurückziehen. Wolfsexperte Wolfgang Stier rät: „Wer Bedenken hat, in Wolfsgebieten spazieren zu gehen, sollte sich lautstark bemerkbar machen. Wer keine Angst hat, kann den Moment genießen, einen Wolf in freier Wildbahn mit eigenen Augen sehen zu können. Das ist nicht häufig der Fall“.

Nachdem es bereits 2014 einen  wagen  Hinweis auf einen Wolf in der Parchimer Region gegeben hatte, gibt es seit Januar 2015 den ersten gesicherten Beleg auf ein Wolfspaar nahe Neustadt-Glewe. Es war gelungen, die Raubtiere zu fotografieren. Kurze Zeit später tauchten die beiden Wölfe in unmittelbarer Nähe der Raststätte Stolpe erneut auf.  Da Wölfe am Tag locker Hundert Kilometer zurücklegen können, sei es schwierig ihre Herkunft zu bestimmen.

Nach 150 Jahren Pause gibt es im Nordosten Deutschlands wieder zwei Wolfsrudel. In der Lübthener Heide wurden im Vorjahr fünf Welpen aufgezogen. Und auch in der Ueckermünder Heide  gab es vierfachen Nachwuchs in einer Wolfsfamilie. Das halbe Land Mecklenburg-Vorpommern ist inzwischen Wolfsgebiet.

Seit längerem wird vermutet, dass ein Wolf zwischen Sternberg und Parchim unterwegs ist. Womöglich hat sich dieses Tier nun wieder einmal in Slate aufgehalten. Es bleibt spannend, wie sich die Wolfsgeschichte  entwickelt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen