Mestlin : Wohnungen im Ex-Pflegeheim

Christian Huch erläutert die Zeichnungen des Architekten Ulf Harms aus Parchim.
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Christian Huch erläutert die Zeichnungen des Architekten Ulf Harms aus Parchim.

Seniorenwohnungsanlage „Adebar“ soll Wirklichkeit werden. Start für 12 Wohnungen im neuen Jahr.

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13. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Seit fast zwei Jahren ziert das ehemalige Pflegeheim an der Parchimer Straße in Mestlin ein Banner mit der Aufschrift, dass hier seniorengerechte Wohnungen entstehen werden. Die Fertigstellung ist für 2018 angekündigt. Doch außer ein paar Abholzungen rund um das Gebäude tat sich in den vergangenen Monaten nicht viel. Die große Euphorie etlicher Einwohner, dass sie hier eines Tages leben könnten und dafür sogar eine Pro-Unterschriftenaktion durchführten, wurde Ende Mai 2016 bei einem Tag der offenen Tür noch gestärkt . Doch seither scheint Ruhe in dieser Sache zu herrschen. Von einer Bautätigkeit ist nichts zu spüren und die anfängliche Euphorie im Storchendorf wich einer zunehmenden Skepsis. Grund genug für unsere Redaktion, beim Investor Christian Huch, dem gelernten Maurer und studierten Betriebswirt, nachzufragen. Er hatte im Frühjahr 2016 das Gebäude von der Gemeinde gekauft.

Im einstigen Arztzimmer des ehemaligen Pflegeheimes – der Allgemeinmediziner hatte hier seine Praxis – trafen wir Christian Huch. „Hier ist es warm und wir können uns besser unterhalten“, meinte Huch und zeigte sich sehr optimistisch. Jetzt werde am Bauablaufplan gearbeitet: „Baubeginn wird 2018 sein und Ende des Jahres ist der erste Bauabschnitt beendet“, sagt er und meint die Erstellung der geplanten 12 Wohnungen.

Je nach Witterung wird der große Balkon im Januar an der Südseite entfernt und dann geht es Schritt für Schritt weiter. Erst muss weiter entkernt werden. Das bedeutet, alte Rohre und Leitungen müssen durch neue ersetzt werden. Ein Personenaufzug wird eingebaut und die alten Fenster werden entsprechend der ursprünglichen Ansicht durch Holzfenster mit Sprossen ausgetauscht. Im zweiten und dritten Bauabschnitt geht es um das Dach und die Fassade.

2017 war, so der Investor, ein sehr turbulentes Jahr. Die erforderlichen Genehmigungen für den nötigen Umbau unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes lägen mittlerweile seit Sommer vor. Jetzt wird an dem Bauablaufplan gearbeitet und die Koordinierung der einzelnen Gewerke, die aus der Region kommen, vorgenommen. Auch die Finanzierung sei klar, wenn auch beantragte Fördermittel noch bewilligt werden müssen.

„Die Grundfinanzierung durch meine Hausbank ist aber abgesichert“ sagt Huch und blickt optimistisch auf die Bauzeichnungen des Parchimer Architekten Ulf Harms, die an der hölzernen provisorischen Wand prangen.

Anhand dieser Zeichnungen erläutert Huch noch einmal sein Projekt. Von den geplanten 12 Wohnungen werden an drei im oberen Stockwerk Balkons an der Rückseite angebaut werden. „Alles braucht aber seine Zeit und wir planen keine Hauruck-Investition, sondern eine Schritt-für-Schritt-Sanierung“, sagte Huch bereits am Tag der offenen Tür im Mai 2016. Angesichts des Noch-Zustandes in dem Gebäude sind viele Schritte notwendig und man mag kaum glauben, dass Ende 2018 die ersten Mieter ihr neues Zuhause beziehen werden können. Doch Christian Huch ist und bleibt optimistisch: „Es werden seniorengerechte Wohneinheiten sein, also ein familienfreundliches Wohnen für Senioren mit etlichen Angeboten wie Barrierefreiheit, Telefonruf, Haushaltshilfe, Fahrdienst…“

Um das alles zu verwirklichen wurde auch der Verein „Im Alter nicht allein“ e.V. gegründet, der „auch sehr aktiv ist“ und gemeinsam blicke man „sehr optimistisch“ in das Jahr 2018, meinte Christian Huch abschließend, der das Gebäude im Frühjahr von der Gemeinde Mestlin erwarb, für das sich seinerzeit auch der Verein Denkmal Kultur Mestlin interessierte.


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