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Parchimer Zeitung

21. November 2017 | 02:02 Uhr

Parchim : Wohnen an der Flora

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Stadt forciert die Schaffung von neuem Bauland in Parchim

svz.de von
erstellt am 01.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Von der Gewerbebrache zum angesagten, innerstädtischen Eigenheimstandort: Im Bereich der ehemaligen Gärtnerei Flora wird die Schaffung von neuem Bauland, das Parchim so dringend nötig hat, forciert: Dazu beschlossen die Stadtvertreter, den rechtsverbindlichen Bebauungsplan Nr. 8 „Illekrietweg“ zu ändern – in einen Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren ohne Umweltprüfung. Unweit der bereits errichteten Eigenheime am Floraweg soll eine attraktive Wohnadresse auf der derzeitigen Gewerbebrache entstehen. Das beschleunigte Verfahren biete sich u. a. an, da es sich um eine brach gefallene Fläche innerhalb eines Siedlungsbereiches handelt und das Plangebiet keine Schutzgebiete tangiert. Ebenso wenig berührt die Umwandlung des ehemaligen Gewerbegebietes in ein Wohngebiet umweltschützende Pläne. Damit könne u. a. auf die Umweltprüfung verzichtet werden.

Wie lange es noch dauert, bis die ersten Häuslebauer hier loslegen können, darauf will man sich im Rathaus noch nicht festlegen. Die Stadt Parchim möchte mit einem Baulandumlegungsverfahren jedoch die Erschließung des Gebietes vorantreiben und mit der Neuordnung der Grundstücke das Verkaufsverfahren vereinfachen. Ein entsprechender Beschluss dazu ist bereits im Januar in der Stadtvertretung gefasst worden.


Beschlossene Sache: B-Plan für Slater Brink


In Papier und Tüten ist nun ebenfalls der Bebauungsplan für den Bereich „Am Brink“ in Slate. Hintergrund: Dieser Bereich des Dorfes ist seit hunderten Jahren ein Wohngebiet, doch zeichnet sich hier gerade wieder ein Generationswechsel ab und gewachsene Strukturen verändern sich. Die neuen Eigentümer möchten (energetisch) sanieren, erweitern, Ersatzbauten vornehmen, ehemals landwirtschaftliche Nebengebäude umnutzen und die verhältnismäßig großen Grundstücke baulich stärker ausnutzen. Bisher durften insbesondere die Gebäude in zweiter Reihe nicht für Wohnzwecke oder nichtstörendes Gewerbe umgebaut oder genutzt werden. Mit dem B-Plan trägt die Stadt nun den Ansprüchen der heutigen Zeit Rechnung und schafft dafür den rechtlichen Rahmen.

Zum Abschluss brachten die Stadtvertreter auf ihrer jüngsten Sitzung auch das B-Plan-Verfahren in Dargelütz, nachdem der Entwurf über den Jahreswechsel öffentlich aus lag und parallel dazu Behörden und Träger öffentlicher Belange beteiligt wurden. Ziel war es, einen seit fast elf Jahren rechtsverbindlichen B-Plan für ein bestimmtes Areal zu ändern: Die bisher als sonstige Sondergebiete für Tierintensivhaltung und die Errichtung einer Biogasanlage fest geschriebenen Flächen werden künftig als Sondergebiet für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien – also von Windenergieanlagen – festgesetzt. Der mögliche Bau einer Schweinemastfabrik in dem Ortsteil, gegen den sich die Dargelützer aber auch viele Verbündete aus anderen Orten vehement zur Wehr setzten, soll damit für die Zukunft definitiv ausgeschlossen werden.

Insgesamt rief Stadtpräsidentin Ilka Rohr auf der jüngsten Stadtvertretersitzung zehn Tagesordnungspunkte auf, die sich mit der Stadtentwicklung beschäftigen. In einem Selbstbindungsbeschluss bekannten sich die Stadtvertreter zu dem in den vergangenen Monaten aktualisierten Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Das ist eigentlich schon seit Februar 2015 beschlossene Sache, doch nachdem Stadtvertreter damals moniert hatten, dass sie sich eine umfangreichere Beteiligung auch der Parchimer gewünscht hätten, fanden im Sommer 2015 noch drei Bürgerforen statt. Die Ergebnisse flossen in die modifizierte Fassung ein (SVZ berichtete). Das ISEK legt den roten Faden für die Stadtentwicklung der nächsten zehn Jahre fest und ist für die Verwaltung als auch für die politischen Gremien eine Richtschnur bei Grundsatzentscheidungen.

 

 

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