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Parchimer Zeitung

24. Oktober 2017 | 13:40 Uhr

Parchim : „Wir haben Angst um unsere Oma“

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Außergewöhnlicher Einsatz für Parchimer Feuerwehr. Verwirrter richtet hohen Schaden an.

von
erstellt am 12.Okt.2015 | 21:00 Uhr

Der 50-jähriger Mieter einer Doppelhaushälfte in der Zehlickestraße in Parchim hat am Sonntag seine Haushälfte unter Wasser gesetzt(wir berichteten). Nach ersten Ermittlungen der Polizei wurde im Badezimmer die Wasserleitung mutwillig abgerissen. Das Wasser floss in Strömen. Selbst die zweite Hälfte des Hauses wurde in Mitleidenschaft gezogen, das Wasser wurde durch die Wand gedrückt.

Für die 20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr war es ein schwieriger Einsatz. Sie mussten sich den Weg im Haus erst frei räumen. Die gesamte Wohnungseinrichtung war völlig demoliert und im Haus verstreut. Ein anderer großer Teil der Gegenstände lag auf einem großen Berg auf dem Hof. Die Helfer standen kopfschüttelnd vor dem Desaster. „Das geht hier schon seit zwei Wochen so, ständig wird randaliert. Mit Bierflaschen wurden die Fensterscheiben der 82-jährigen Nachbarin eingeworfen. Wir haben Angst um unsere Oma und können sie hier nicht mehr wohnen lassen“, klagt die Enkelin, die im Nachbarhaus wohnt.

Die Zerstörungswut des Mannes ist polizeibekannt. „Erst am Sonnabendabend hat er mit der Hand mehrere Fensterscheiben in der Straße Auf dem Brook eingeschlagen“, so die Polizei. Sie wurde zur Unterstützung des Einsatzes hinzu gezogen. Der herbeigerufene Notarzt ließ den Mann nach dessen freiwilliger Einwilligung in die Schweriner Psychiatrie bringen. Auch Mitarbeiter des sozialpsychiatrischen Dienst des Landkreises waren vor Ort. Der Schaden wird nach ersten Erkenntnissen auf über 20 000 Euro geschätzt.

 

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