Ausgerechnet beim „Tatort“ Stromausfall in Mestlin : Wintersturm rüttelte Region durch

Der Sturm kippte diesen Telefonmast an der Straße nach Kadow. Kameraden der FFw Mestlin sichern die Leitung. Fotos: M.-G. Bölsche
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Der Sturm kippte diesen Telefonmast an der Straße nach Kadow. Kameraden der FFw Mestlin sichern die Leitung. Fotos: M.-G. Bölsche

Feuerwehren retteten Telefonleitung

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27. Dezember 2016, 16:30 Uhr

Sturmtief Barbara pustete am zweiten Weihnachtsabend in Mestlin und Umgebung den „Tatort“ aus. Eine der Freileitungen war gerissen, wie die Wemag Netz GmbH bestätigte. Fast wären auch noch Telefonleitungen draufgegangen. Das wussten aber findige Feuerwehrleute zu verhindern.

Später als angekündigt fegten Sturmböen übers Land, die Sturmlage hielt bis gestern Nachmittag an, Verletzte gab es in der Region um Parchim keine. Etliche Kameraden der freiwilligen Feuerwehren mussten allerdings zu Einsätzen ausrücken. Kreiswehrführer Uwe Pulss sprach gestern von 35 Alarmierungen im gesamten Landkreis. Der Sturm sorgte ab den Nachmittagsstunden des zweiten Weihnachtstages für umgestürzte Bäume und Telefonmasten. Im Laufe des Abends verstärkten sich die Böen, verbunden mit kräftigen Graupel- und Hagelschauern.

Michael Enigk vom Stromnetzbetreiber Wemag: „Mit dem aufziehenden Sturmtief kam es auf mehreren Freileitungen im Versorgungsgebiet zu Unterbrechungen. Durch die sehr starken Windböen wurden Störungen in der Mittel- und Niederspannungsebene verursacht. Insgesamt waren rund 6700 Kunden, im gesamten Netzgebiet betroffen.“ Für den Ausfall in Mestlin von 20.36 bis 0.27 Uhr war eine gerissene Leitung zwischen Greven und Lübz verantwortlich. Enigk: „Nahezu alle Störungen wurden durch herabfallende Äste und umgebrochene Bäume verursacht. Unsere Spezialisten waren zusammen mit den Fachfirmen in der Region zum Teil die ganze Nacht im Einsatz.“

Auch die Feuerwehrkameraden hatten gut zu tun. Glück hatte in Sternberg ein Ehepaar, das nach einem Spaziergang einen Baum auf ihrem Auto fand. Die Kameraden der Sternberger Wehr kamen zum Einsatz. Auch andere Wehren mussten ausrücken, so die Kameraden der Gemeinde Obere Warnow, Parchim, Crivitz, Witzin, Sternberg, Friedrichsruhe, Raduhn, Retgendorf...

Es waren fast immer umgestürzte Bäume, die von den Fahrbahnen zu räumen waren. An der Kreisstraße 115 von Mestlin nach Kadow war ein Telefonmast gebrochen und drohte auf die Straße zu stürzen. Er wurde nur noch durch die Leitung gehalten. Die Mestliner Kameraden kürzten den Mast und befestigten ihn dann provisorisch an einem Zaunmast, damit die Leitung nicht reißt. Über die Leitstelle in Westmecklenburg wurde die Telekom verständigt, um den Mast komplett zu erneuern.

Vorbildlich verhielten sich die Kraftfahrer, als am Montagabend ein Graupel- und Hagelschauer die Fahrbahnen glatt und rutschig machten. Im Revierbereich Plau wurden keine glättebedingten Unfälle gemeldet, auch im Bereich des Hauptreviers Parchim waren keine derartigen Unfälle aufzunehmen.

Anders auf der Autobahn A14: Im Bereich der Anschlussstelle Schwerin-Nord gab es einen Unfall mit mehreren Fahrzeugen und zwei verletzten Personen. „Zum Unfallzeitpunkt herrschte ein starker Hagelschauer, wodurch die Fahrbahn geschlossen bedeckt war“, meldet das Autobahnpolizeirevier Stolpe. Eine 21-Jährige fuhr mit ihrem Auto auf dem linken Fahrstreifen, kam auf Grund der glatten Fahrbahn ins Schleudern und stieß mit einem Audi zusammen. Eine 35-jährige Autofahrerin erkannte die Unfallstelle rechtzeitig und sicherte diese ab. Zeitgleich fuhren zwei weitere Pkw auf die Unfallstelle zu und kamen ebenfalls ins Schleudern. Dabei löste sich eine Dachbox und beschädigte das Auto der 35-Jährigen.

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