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Parchim : Windkraftkritiker schalten Landtag ein

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Nach Ansicht der Gegner des geplanten Energieparkes am östlichen Stadtrand von Parchim könnte aus dem Gegenwind schon bald ein Sturm werden. Mit einer Protestdemonstration wollen sie auf sich aufmerksam machen.

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erstellt am 27.Feb.2012 | 09:58 Uhr

Parchim | Nach Ansicht der Gegner des geplanten Energieparkes am östlichen Stadtrand von Parchim könnte aus dem Gegenwind schon bald ein Sturm werden. Vor der morgen um 17 Uhr im Rathaus beginnenden Stadtvertretersitzung wollen Mitglieder der inzwischen gegründeten Bürgerinitiative (BI) "Parchim Ost / Gegner von Windkraftanlagen in der Nähe von Wohn- und Naturschutzgebieten" mit einer Protestdemonstration auf sich aufmerksam machen. "Die Pläne gegen nicht nur die Anwohner, sondern alle Parchimer etwas an. Wir werden deshalb auch Unterschriften sammeln", so die BI-Vertreterin Dietlind Gohle, die sich sicher ist, "ohne die Öffentlichkeit hat unser Widerstand keine Chance".

Vor wenigen Tagen haben die Windkraftgegner, die befürchten, dass sich mit bis zu 185 Metern hohen Windrädern vis-a-vis dem Rabensoll ihre Wohn- und Lebensbedingungen drastisch verschlechtern, eine mehrseitige Beschwerde an den Petitionsausschuss des Landtages geschickt. Für sie steht fest, dass mit der Ausweisung der Flächen für den Luftverkehr, Kiestagebaue, Elektrofreileitungen und Straßenprojekte die "Grenze der technischen Überformung der Landschaft im Westen, Norden und Osten erreicht ist".

Aus Sicht der Windkraftgegner ist das im Regionalen Raumordnungsprogramm für Windkraftanlagen vorgesehene Areal schon aus Naturschutzgründen ungeeignet. "Das gesamte östliche Gebiet der Stadt Parchim ist faktisch ein Vogelschutzgebiet. Die hier vorkommenden Vögel wie Eisvogel, Rot- und Schwarzmilan, Neuntöter, Rohrweihe, Weißstorch, Schwarzspecht und Fledermäuse stehen auf der Liste der gefährdeten Arten", gibt Dietlind Gohle zu bedenken. Durch Infra- und Ultraschall, Schlagschatten, Lichtblitze und Lärm würden weitere Tiere ihren Lebensraum verlieren.

Vertreter der BI wollen ihre ablehnende Haltung den Stadtvertretern persönlich erläutern. Dies dürfte schwierig werden, weil morgen zwei Beschlüsse in der Sache auf der Tagesordnung stehen, und es damit laut Hauptsatzung nicht möglich ist, dazu in der Bürgerfragestunde zu sprechen.

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