Parchim : Wikinger kommen zu den Slawen

Der altslawische Tempelort in Groß Raden wird wieder zu einem mittelalterlichen Handwerks- und Handelsplatz.
Der altslawische Tempelort in Groß Raden wird wieder zu einem mittelalterlichen Handwerks- und Handelsplatz.

An den Osterfeiertagen gibt es in Groß Raden ein mittelalterliches Treiben. Oldtimermuseum lässt die Motoren warmlaufen

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28. März 2018, 12:00 Uhr

Unter dem Motto: „Osterei, Metgebräu und mittelalterliche Lagerei“ lädt das Archäologische Freilichtmuseum Groß Raden nahe Sternberg zu Ostern seine Gäste ein. Von Karfreitag bis einschließlich Ostermontag verwandelt sich der altslawische Tempelort wieder in einen mittelalterlichen Handwerks- und Handelsplatz. „Besucher können sich zurückversetzen lassen in das frühmittelalterliche Leben der Slawen und Wikinger vor 1000 Jahren. Viele Teilnehmer aus Deutschland, den Niederlanden und Luxemburg werden in mittelalterlicher Gewandung zu Gast sein und ihre historischen Zelte aufschlagen. Waren werden feilgeboten“, kündigt Museumsleiterin Heike Pilz an. Traditionell wird an dem Osterwochenende je nach Witterung auch zum Mitmachen eingeladen. „Am Karfreitag können unsere Gäste im Ausstellungsgebäude Ostereier mit sorbischer Wachsreservetechnik verzieren. Auf dem Freigelände werden Ostereier mit Naturfarben gefärbt“, berichtet Pilz. Und im Ausstellungsgebäude lädt die Sonderausstellung „Blutiges Gold – Macht und Gewalt in der Bronzezeit“ zum Entdecken ein. Das Museum ist täglich von 10 bis 17.30 Uhr geöffnet. Zu dieses Zeiten können die Gäste auch den mittelalterlichen Handelsplatz besuchen.

Gleich nebenan im Oldtimermuseum von Groß Raden heißt es zwar erst am 1. Mai „Motoren anlassen“, um die neue Saison zu eröffnen, aber die Freunde historischer Fahrzeuge laden schon von Karfreitag bis Ostermontag von 11 bis 16 Uhr in das Museum ein.

Und wer sich für einen umfangreichen Osterausflug ins Sternberger Seenland entscheidet, kann noch weitere, interessante Orte ansteuern. Das Kutschenmuseum Kobrow eröffnet am Ostersonntag die Saison. Von 10 bis 17 Uhr – das gilt auch für den Ostermontag – ist die einmalige Einrichtung dieser Art in Norddeutschland für Besucher geöffnet. Das Museum in Kobrow II beherbergt fast 200 Kutschen und Schlitten sowie zahlreichen Geschirre, Sättel, historischen Kinderspielzeuge und eine Büchersammlung. Spezielle Führungen gibt es über Ostern nicht, diese werden hingegen am „Tag der offenen Tür“ in der Woche darauf am 8. April angeboten. Wer sich das schon einmal vormerken will: Kostenlose Führungen gibt es am 8. April um 11 sowie um 14 Uhr.

Im Feriendorf Storchennest in Dabel öffnet am Ostersonntag das DDR-Museum seine Türen, zudem beginnt um 14 Uhr eine Buchlesung. Elke Ferner aus Güritz bei Grabow will ihre Zuhörer mit Anekdoten aus dem DDR-Alltag unterhalten.

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