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Parchimer Zeitung

25. September 2017 | 17:23 Uhr

Parchim : Wiedersehen nach 50 Jahren in Parchim

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Abiturienten des Jahrgangs 1967 trafen sich in Parchim. Schulleiter berichtete vom lebhaften Wandel am Friedrich-Franz-Gymnasium.

Vor 50 Jahren erhielten die Absolventen der damaligen städtischen Erweiterten Oberschule (EOS) Parchim ihre Reifezeugnisse. Die Klasse 13 a mit 26 Abiturienten war sprachlich orientiert, die 20 jungen Männer und zehn jungen Frauen der 13 b mehr mathematisch. Danach folgten Militärdienst, Ausbildung oder Studium – die Parchimer Gymnasiasten verstreuten sich zwischen Rostock und Berlin. Gestern trafen sie sich am Friedrich-Franz-Gymnasium zur Feier ihres Goldenen Abiturs.

Schulleiter Volkhard Merzsch hatte eigens die Pausenklingel abstellen lassen, um die Ehemaligen bei ihrer Rückkehr in die Schulwelt nicht allzu sehr zu schocken. Er selbst war als junger Lehrer noch an der EOS groß geworden. Aus dessen Hauptgebäude ist inzwischen das Parchimer Stadthaus geworden. 1991 entstand der Neubau des Gymnasiums, das 1994 seinen heutigen Namen erhielt. Merzsch ist dort seit 2007 Schulleiter und berichtete von lebhaftem Wandel. „Zeitweise zählte das Gymnasium bis zu 1500 Schüler mit 100 Lehrern und einer Außenstelle an der Reuterschule.“ Aktuell werden laut Merzsch mit 40 Kollegen 530 Schüler unterrichtet, davon etwa die Hälfte als Fahrschüler von außerhalb Parchims. „Bereits bei den Zehnt- und Elftklässlern sorgen 36 Wochenstunden an fünf Wochentagen für ein volles Programm, obwohl wir keine Ganztagsschule sind.“ Als Erinnerungsgeschenk gab es für jeden Ehemaligen ein jeweils individuell von Gymnasiasten gestaltetes Kunstblatt.

Hannelore Mussar war nach dem Abitur Geschichtslehrerin geworden. In ihrem Ruhestand engagiert sie sich als Pflegelotse. „In den vergangenen 50 Jahren hat sich Entscheidendes getan“, erinnerte sie ihre einstigen Schulkameraden daran, „dass in der Mitte unseres Lebens die DDR verschwand“. Man habe sich auf grundlegende Veränderungen einstellen müssen. „Auch wenn nicht alle Blütenträume reiften, wünschen wir uns die alten Verhältnisse nicht mehr zurück“, wusste sie sich mit ihren Altersgenossen einig.

Die Feier des Goldenen Abiturs am Gymnasium war dort federführend von Bärbel Lüdke organisiert worden. Sie konnte den Großteil des Schulchors unter der Leitung von Grit Stark und Tobias Müller für einen begeisternden Auftritt vor den Ehemaligen gewinnen. Anschließend wurde im Physiksaal über die Schulpartnerschaft mit Peer (Belgien) informiert. Zudem erinnerte ein Kurzfilm unter anderem an die früheren Zeit der schulischen Sportanzüge und „modischen“ Dreiecksbadehosen. Bei einem Rundgang durch den schuleigenen Park entstanden in dem Schilderwald, den andere Ehemalige dort hinterlassen haben, viele Erinnerungsfotos.

Abschließend lud die Schülerfirma zum Imbiss ein. Der Feiertag für die ehemaligen Abiturienten klang in Slate mit einer Bootsfahrt, einer Kaffeetafel und einem Grillabend aus.

(Ein Foto mit den Teilnehmern am Treffen finden Sie in der Printausgabe und im E-Paper).

Horst Kamke




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