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Feuer in Poitendorf - Brandstiftung nicht ausgeschlossen : Wieder brannte eine Strohmiete

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Treibt in der Gegend um Marnitz und Tessenow ein Brandstifter sein Unwesen? In Poitendorf ging am Mittwochabend eine Strohmiete in Flammen auf.

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erstellt am 04.Okt.2012 | 05:59 Uhr

Poitendorf | Treibt in der Gegend um Marnitz und Tessenow ein Brandstifter sein Unwesen? Nachdem erst am 23. September in Marnitz eine Strohmiete in voller Ausdehnung brannte, schlugen am Mittwochabend Flammen aus einer Strohmiete in Poitendorf. Auch hier vermutet die Polizei Brandstifter am Werk.

Gegen 18 Uhr heulen in Tessenow und Poltnitz die Sirenen, wenig später auch in Marnitz. Als die ersten Kameraden eintreffen, erkennen sie sofort, dass weitere Hilfe benötigt wird. Es brennt eine Miete mit bis zu 1000 Stroh-Rundballen, die direkt an eine Stallanlage grenzt. 80 Jungrinder sind hier untergebracht und müssen schnellstens aus dem Stall, da das Feuer überzugreifen droht.

Jede Hand wird gebraucht, die Dorfbewohner helfen mit

Hier wird jede Hand gebraucht und das erkennen auch die Dorfbewohner. Ohne lange zu zögern, helfen sie den Angestellten des betroffenen Agrarbetriebes Naujok GmbH und treiben die Tiere aus dem Stall in eine sichere Ecke des Areals. "Von dort haben wir sie dann mit Hilfe von Technik gruppenweise auf eine andere Fläche transportiert", sagt Norbert Naujok.

Derweil sind weitere Wehren wie die in Suckow, später auch in Siggelkow, Redlin, Groß Pankow, Ziegendorf, Groß Godems, Parchim und auch der Amtswehrführer Rainer Auras alarmiert. 100 Kameraden kämpfen am Ende gegen die immer wieder auflodernden Flammen an. Gleichzeitig müssen sie das Stallgebäude schützen, damit die Flammen nicht übergreifen. Der starke, dunkle Rauch - der bis Parchim zu sehen ist - sorgt dafür, dass zum Teil nur unter Atemschutz gearbeitet werden kann.

Um das Feuer in den Griff zu bekommen, werden drei Abschnitte gebildet, einer ist für die Wasserversorgung zuständig. Die gestaltet sich etwas schwierig. Etliche Schlauchlängen müssen ausgerollt werden. Das Löschwasser kommt aus einem etwa 1500 Meter entfernten Hydranten sowie aus einem Dorfteich. "Zusätzlich haben wir einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen über zwei Kilometer zwischen Poltnitz und Poitendorf eingesetzt", erzählt Einsatzleiter Auras.

Um die Strohballen auseinander reißen zu können, benötigen die Kameraden technische Hilfe. Radlader aus privaten Betrieben aus Suckow, Tessenow und Karrenzin kommen zum Einsatz. Damit werden die Ballen auf ein angrenzendes Feld transportiert und dort von den Kameraden abgelöscht.

Mittlerweiler ist es wenige Minuten nach 22 Uhr und die Einsatzleitung kann der Integrierten Leitstelle in Schwerin melden, dass das Feuer gelöscht ist. Drei Wehren - Tessenow, Poltnitz und Marnitz - bleiben als Brandwache zurück.

Die anderen fahren wieder in ihre Gerätehäuser und haben noch keinen Feierabend. Für sie gilt, dass erst wieder die Einsatzbereitschaft hergestellt werden muss. Die Kameraden wissen ja nie, wann sie wieder raus müssen... Die gestellte Brandwache ist noch bis nach Mitternacht vor Ort. Der Amtswehrführer Rainer Auras dankt allen beteiligten Kameraden für deren Einsatzbereitschaft und für das gute Zusammenwirken. Sehr gut geklappt hat auch die Versorgung der Einsatzkräfte. "Familienangehörige und die Naujok GmbH haben für Getränke und Imbiss gesorgt.

Noch am Abend hat die Kriminalpolizei erste Ermittlungen vor Ort eingeleitet. "Nach ersten Erkenntnissen ist Brandstiftung nicht auszuschließen", heißt es vor Ort und wird auch gestern bestätigt. Die Schadenssumme liegt zwischen 50 000 und 60 000 Euro.

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