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Stadtentwicklungskonzept : Wie soll Parchim 2020 aussehen?

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Neufassung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) / Am Donnerstag sind Bürger zur Diskussion eingeladen

von
erstellt am 02.Feb.2015 | 13:26 Uhr

Regiments- und Weststadt sind nicht wieder zu erkennen. In  der Altstadt wurden Straßen saniert und Baulücken gefüllt. Möglich wurde dies auch mit Fördermitteln des Landes, die auf Grund eine Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes, dass die Stadtvertreter  für den Zeitraum 2003 bis 2006 beschlossen hatten. „Wir wollen Parchim weiter entwickeln und für die Jahre bis 2020 langfristige Handlungsschwerpunkte festlegen“, erklärt der Erste Stadtrat Frank Schmidt die geplante Neufassung des ISEK-Programms. Die Mitarbeiter der Verwaltung arbeiten daran mit Hochdruck. Vor wenigen Tagen haben sich Stadtvertreter und sachkundige Bürger auf einer gemeinsamen Ausschusssitzung mit dem komplexen Thema beschäftigt (wir berichteten). Alle Beteiligten stehen unter Zeitdruck. Auf einer Stadtvertreter-Sondersitzung am 25. Februar sollen die Abgeordneten die Neufassung des ISEK-Programms bestätigen, damit alles pünktlich am 28. Februar im Schweriner Ministerium vorliegt. „Davon ist abhängig, ob Parchim wie in den zurückliegenden Jahren erneut Fördermittel bekommen kann. Wir rechnen mit einer Gesamtsumme von bis zu sechs Millionen Euro, auf die wir auf keinen Fall verzichten möchten“, stellt Frank Schmidt fest.

Der enorme Zeitdruck soll aber nicht dazu führen, dass wesentliche Fragen undiskutiert bleiben. Am Donnerstagabend (5.  Februar) lädt die Stadtverwaltung um 19 Uhr in den Rathauskeller am Schuhmarkt zu einer öffentlichen Veranstaltung ein. „Wir wollen die Chance nutzen, um Anregungen und Vorschläge der Bürger zu erfahren und natürlich mit einzubeziehen“, so der Erste Stadtrat. Rede und Antwort stehen an diesem Abend Frank Schmidt, der auch Fachbereichsleiter für Bau- und Stadtentwicklung ist, die Mitarbeiter aus dem Bereich Stadtentwicklung Heike Scharf und Norbert Kreft sowie Frank Hultsch von der Agentur für Stadtentwicklung aus Parchims Partnerstadt Neumünster.

Auf der Agenda  des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes stehen u.a. die Neuaufstellung eines F-Planes 2020, Landschafts- und Verkehrsplanungen, ein Image-, Marketing- und Tourismuskonzept, die Einzelhandels- sowie Schul- und Kindergartenbedarfsplanung.

Parchim soll auch künftig ein attraktiver Ort zum Wohnen bleiben. Dafür muss eine Wohnbedarfsanlalyse 2030 erstellt werden. Mehrere Wohngebiete – Auf dem Brook, Am Brink in Slate, Plümperwiesenweg, Vogelsang, Weststadt und Schweriner See – werden weiter entwickelt. „Schon  jetzt pendeln täglich mehr berufstätige Menschen nach Parchim rein als raus. Mit attraktiven Möglichkeiten zum Wohnen könnte der eine oder andere zum Umsiedeln in die Kreisstadt animiert werden“, ist sich Frank Schmidt sicher und hält die Ausweisung neuer Bauplätze für dringend erforderlich. Darüber sollte die Sanierung in der Altstadt fortgeführt werden. Ein Baulückenkataster dient als Arbeitsgrundlage.

„Als wirtschaftsfreundliche Stadt unterstützen wir die Entwicklung des Flughafens und den Industriepark West. Mit dem neuen Konzept wird das Fahrrad nicht neu erfunden, sondern die Entwicklung auf höherem Niveau fortgeführt“, gibt der Erste Stadtrat zu bedenken.

Der soziale und demografische Wandel bleibt eine Herausforderung für die Kreisstadt.

Kommentar von Wolfried Pätzold


Jede Idee ist wichtig
Vor einem Jahr hat die Stadtverwaltung die Bürger im Rahmen einer groß angelegten Befragung gebeten, sich mit eigenen Vorschlägen für die zukünftige Entwicklung der Kreisstadt einzubringen. Das Echo war verhalten. Längst nicht jeder ist davon überzeugt, dass Einmischen überhaupt lohnt. Nun gibt es mit  der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) eine neue Chance. Zugegeben, die Sache kommt für viele überraschend kurzfristig auf den Tisch. Das sollte aber niemand davon abhalten, seine Vorstellungen und Ideen öffentlich zu machen. Die Parchimer sind für ihr Engagement schließlich bekannt.

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