Religiöse Kinderwoche : Wie in einer großen Familie ...

Ein Erinnerungsfoto durfte natürlich nicht fehlen.
Ein Erinnerungsfoto durfte natürlich nicht fehlen.

62 Kinder und Jugendliche sowie 14 erwachsene Begleiter verbrachten eine Religiöse Kinderwoche bei Bremen

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14. August 2016, 20:30 Uhr

62 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren aus der Katholischen Gemeinde St. Joseph sowie aus dem Kindergarten auf dem Parchimer Vogelsang gingen gemeinsam mit 14 erwachsenen Begleitern auf Reisen. Für sieben Tage und sechs Nächte hatten sie sich im Schullandheim Langwedel bei Bremen einquartiert, um dort eine Religiöse Kinderwoche (RKW) zu verbringen, einen Gottesdienst in Achim sowie die Meierwerft in Papenburg zu besuchen.

Die Teilnahme an dieser besonderen Ferienfreizeit der katholischen Kirche ist bereits seit vielen Jahren eine Tradition in der Parchimer Gemeinde. Dass seit zehn Jahren regelmäßig auch die Vorschulkinder aus dem katholischen Kindergarten mit von der Partie sind, ist seinerzeit von Pfarrer Georg Mastaler angeregt worden. Gemeinsam mit den Großen waren sie z. B. schon mit im Harz, in der Eiffel oder in Dänemark. Zum ersten Mal schlossen sich 2016 sieben Kinder aus der Region Lübz, Plau und Goldberg mit an. Die dortigen Gemeinden wachsen in Zukunft mit den katholischen Gemeinden in Parchim und Crivitz zu einem neuen pastoralen Raum zusammen (SVZ berichtete).

Bei Bilderbuchwetter und Bedingungen vor Ort, die in jeder Hinsicht zur „Freizeit“ einladen, drehte sich alles – natürlich altersgerecht aufbereitet – um das Thema „Trotzen und Motzen mit Jona“. Und damit um die Frage, die sich jedes Kind, jeder Erwachsene im Leben immer wieder stellt, wenn man das Gefühl hat, dass eine Situation uns überfordert: „Warum immer ich?“ Die Geschichte von Jona greift die ursprünglichen menschlichen Erfahrungen auf: die Flucht vor der Verantwortung, das Ausweichen vor Konflikten, das Meiden von Situationen, die uns ängstigen...

Natürlich ist es in jedem Jahr aufs Neue ein kleines Abenteuer, eine so große und dann noch altersmäßig so breit gespannte Truppe „unter einen Hut“ zu bringen. „Miteinander unterwegs zu sein und die Zeit zusammen zu verbringen, gerade das macht das Besondere der Religiösen Kinderwoche aus“, findet Andrea Eichwald, Leiterin des Katholischen Kindergartens St. Josef. Die Erzieherin ist beeindruckt von den Begegnungen untereinander. Ihr geht das Herz auf, wenn sie beobachtet, wie sich die Großen um die Kleinen kümmern. Auch die Selbstversorgung klappte wieder wie am Schnürchen: Vier Frauen aus der Gemeinde, die ebenfalls extra mit anreisten, ließen von der Puddingsuppe zum Frühstück, über selbst gebackenen Kuchen bis hin zu deftiger Hausmannskost oder Pizza am Abend, keine Wünsche offen. Die Lebensmittel wurden bereits vor der Abreise nach einer über Jahre bewährten XXL-Liste eingekauft und gemeinsam mit dem Gepäck von Olaf Grugel mit einem Transporter ins Schullandheim gebracht. Sehr zur Freude der Kinder saß 2016 wieder ihr Lieblingsbusfahrer Ronny Schlie hinter dem Lenkrad des großen Reisebusses.

Eine erprobte Begleiterin prägte in diesem Sommer den Satz, dass sie sich bei der Religiösen Kinderwoche stets wie in einer großen Familie fühle und deshalb so gern ihre Zeit hier verbringt. Diese Atmosphäre erschloss sich für die Katholische Gemeinde in Parchim auch beim Abschlussgottesdienst, den die RKW-Teilnehmer nach ihrer Rückkehr in Parchim mit gestalteten.

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