Parchim : Wettbewerb um Pflegekräfte

Haben Spaß an der ehrenamtlichen Tätigkeit im Charity-Shop: Brigitte Mothes (2. v.l.), Waltraut Beyer (2. v. r.) und Olga Nikles (r.). DRK-Mitarbeiterin Steffi Hahn (l. im Bild) leitet im Hinterzimmer des Geschäftes das Seniorenbüro.
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Haben Spaß an der ehrenamtlichen Tätigkeit im Charity-Shop: Brigitte Mothes (2. v.l.), Waltraut Beyer (2. v. r.) und Olga Nikles (r.). DRK-Mitarbeiterin Steffi Hahn (l. im Bild) leitet im Hinterzimmer des Geschäftes das Seniorenbüro.

DRK-Kreisverband Parchim will intensiver mit Ludwigsluster Kollegen zusammenarbeiten, aber nicht fusionieren

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29. November 2017, 17:10 Uhr

Ihr Job sind Menschen. 312 hauptamtliche Mitarbeiter im DRK-Kreisverband Parchim und rund 1000 ehrenamtlich Aktive kümmern sich um das Wohlergehen der Bewohner in der Region Parchim – vom Kleinkind bis zum Greis. Die Jahresbilanz des DRK fällt positiv aus, sagt Geschäftsführer Steffen Kanert. Aber der Kampf um Fachkräfte wird härter, das spürt auch der größte Parchimer Wohlfahrtsverband.

Steffen Kanert: „Der Bedarf an Gesundheitsdienstleistungen steigt stetig. Hintergrund ist der demographische Wandel und damit verbunden die immer älter werdende Bevölkerung. Der Markt wächst, wird allerdings durch die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen gehemmt, vor allem hinsichtlich der Finanzlage der öffentlichen Haushalte und Sozialversicherungen.“

Der Bedarf kann natürlich nur erfüllt werden, wenn es genügend Menschen gibt, die diese erbringen können. Kanert: „Die Sozialwirtschaft in der Region muss sich auf einen noch stärkeren, bundesweiten Wettbewerb um den Fach- und Führungskräftenachwuchs einstellen. Unter den verschiedenen Leistungserbringern ist mit dem gezielten Abwerben der Mitarbeiter zu rechnen.“

Auf die Qualität der Ambulanten Pflege und der Arbeit der Sozialstationen hat der Fachkräftemangel bisher keinen Einfluss. Bei den Qualitätskontrollen durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) konnten alle Stationen mit sehr guten Ergebnissen abschneiden.

Aktuell arbeiten in diesem Bereich insgesamt 68 Mitarbeiterinnen, davon 33 Pflegefachkräfte und 35 angelernte Pflegekräfte.

In den Charity Shops in Parchim und Lübz engagieren sich 33 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Geschäftsführer Steffen Kanert: „Sie unterstützen mit viel Engagement und Freude das Projekt Charity Shop – Kaufen und Helfen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr wurden in beiden Charity Shops an 17 203 Kunden 27 354 Stück Bekleidung, Schuhe, Spielsachen und weitere Haushaltsgegenstände verkauft. Somit waren es 372 Kunden und 691 Produkte mehr als im Jahr 2015.

Das Parchimer DRK will aktuell den Aufbau einer spezialisierten ambulanten Palliativversorgung weiter vorantreiben und die Voraussetzungen für einen Start schaffen, um Lücken in der Versorgung zu schließen. Derzeit arbeiten die Parchimer mit einem Netzwerk von Experten zusammen. Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung ist die Betreuung schwerkranker Menschen vor Ort – zu Hause, im Pflegeheim, im betreuten Wohnen oder auch im Hospiz. Auf diese intensive palliative Versorgungsform haben gesetzlich versicherte Patienten einen Anspruch, wenn sie aufgrund einer weit fortgeschrittenen Erkrankung an belastenden Symptomen leiden und die Lebenserwartung begrenzt ist.

Noch sind die DRK-Kreisverbände Parchim und Ludwigslust nicht fusioniert. Der Großkreis wird aber eine noch intensivere Zusammenarbeit erfordern. Steffen Kanert: „Dieser Prozess muss geprägt sein vom Wollen aller Beteiligten, auf Augenhöhe geführt werden und die Interessen sowie Strukturen beider Kreisverbände berücksichtigen.

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