Gericht in Parchim : Wenn Autofahrer telefonieren...

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14. Mai 2019, 07:57 Uhr

Immer wieder werden an der Parchimer Zweigstelle des Amtsgerichts Fälle verhandelt, bei denen zur Diskussion steht, ob während der Fahrt ein Gerät benutzt wurde, das der Kommunikation, Organisation oder Information dient. Holger M. war dabei geblitzt worden, als er auf der B 191 durch Neu Brenz mit 60 statt der dort erlaubten 50 km/h gefahren war. Das Foto offenbarte zudem eine typische Handhaltung, wie sie bei der Bedienung von Handys üblich ist. „Dennoch vermag ich kein entsprechendes Gerät zu identifizieren“, so Richter Kai Jacobsen. Er verzichtete auf Ausschnittvergrößerungen und beließ es wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung bei einem Bußgeld von 15 Euro. Mit dem gleichen Bußgeld kam Lastwagenfahrer Karl. P. davon, der auf der L 072 bei Fahrbinde sechs km/h zu schnell unterwegs war. „Eine Handy-Nutzung ist nicht feststellbar“, begründete der Richter seine Entscheidung. Auch für den Parchimer Ludwig R. blieb es wegen 56 km/h bei einem Bußgeld von 15 Euro, weil keine Handynutzung erkennbar war. Etwas anders lag der Fall von Bernd R., der Polizisten in Hagenow bei einer allgemeinen Verkehrsbeobachtung aufgefallen war. Der Beschuldigte habe, so Polizeimeister Kuno T. als Zeuge, mit dem rechten Daumen sein Handy auf Ablage neben dem Fahrersitz bedient und seinen Blick auf das Display gerichtet. Allerdings konnte sich der Polizist nicht mehr an den Gerätetyp erinnern. Deshalb stellte Richter Jacobsen das Verfahren ein.

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