Jobcenter Parchim gibt statt 12 nur noch 8 Millionen Euro aus : Weniger Geld für zweiten Arbeitsmarkt

Weniger Arbeitslose, weniger Hilfebedürftige – das Jobcenter präsentiert seine Bilanz 2010. Gleichzeitig steuert die Behörde bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik um.

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18. Februar 2011, 08:14 Uhr

Weniger Arbeitslose, weniger Hilfebedürftige – das Jobcenter präsentiert seine Erfolgsbilanz für 2010. Gleichzeitig steuert die Behörde in Trägerschaft des Landkreises und der Agentur für Arbeit bei der aktiven Arbeitsmarktpolitik um.
Für Beschäftigungsgesellschaften mit ihren Maßnahmen stehen in diesem Jahr nur noch 8,3 Millionen Euro statt wie im vergangenen Jahr 12,1 Millionen Euro zur Verfügung. „Wir werden vorrangig Mittel für Maßnahmen einsetzen, die deutlich häufiger zu Integration führen als andere. Der Fokus liegt hier auf der Qualifizierung unserer Kunden“, sagt Geschäftsführer Mathias Bonack. Landrat Klaus-Jürgen Iredi (SPD) bekräftigt diesen Trend: „Wir brauchen qualifizierte junge Leute, unsere Unternehmen schreien danach.“ Was den zweiten Arbeitsmarkt betreffe, so wäre es jetzt an der Zeit, die seit den 90er Jahren eingefahrenen Strukturen anzupassen. Helmut Westkamp, Leiter der Schweriner Arbeitsagentur, betont: „Es geht nicht um das Überleben einer einzelnen Trägergesellschaft sondern um den zweiten Arbeitsmarkt insgesamt.“ Viel zu oft werde die Arbeit der Jobcenter auf Hartz IV und Ein-Euro-Jobs reduziert. Westkamp: „Warum reden wir nicht über die Chancen auf dem Arbeitsmarkt?“ Der Arge Parchim als Vorläufer des Jobcenters gelang es im Jahr 2010, insgesamt 1707 Menschen in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. Das sind nur 34 weniger als im Jahr davor bei einem Zugang von etwa 1840 offenen Stellen.

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