Parchim : Weniger Flächen zu höheren Preisen

Gutachterausschuss verabschiedet Jahresbericht und Bodenrichtwerte für den Landkreis

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15. April 2019, 09:19 Uhr

Parchim | Der Immobilienmarkt im Landkreis Ludwigslust-Parchim bleibt in Bewegung und die Wohnflächenpreise steigen kontinuierlich. Das zeigen die Zahlen des aktuellen Grundstücksmarkt-Berichts, der kürzlich vom zuständigen Gutachterausschuss einstimmig beschlossen wurde. Der Bericht gibt jährlich einen Überblick über die Umsätze von Flächen und welche Preise dafür erzielt werden können. Im vergangenen Jahr wurden 51 Prozent der freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser zu Preisen über 1000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verkauft. So hoch war der Anteil in diesem Preissegment noch nie. Die Preise von Bauland für den individuellen Wohnungsbau sind seit 2010 im Mittel um 18,7 Prozent gestiegen. Weiterer Kostentreiber: Der Trend geht klar vom Bauen auf dem Dorf zum Häuschen in der Stadt sowie zu größeren Grundstücken, sind sich die Fachleute einig.

Über mehrere Jahre sei ein rückläufiger Flächenumsatz zu beobachten, sagt Jana Großmann, Vorsitzende des Gutachterausschusses, wobei der Geldumsatz, und damit das Preisniveau für Grundstücke insgesamt, stetig wachse. Der Geldumsatz hält sich mit 334 Millionen Euro (Vorjahr 336 Millionen Euro) aktuell auf dem höchsten Niveau seit den 1990er-Jahren. Der größte Anteil entfällt dabei auf bereits bebaute Grundstücke, die den Besitzer wechseln, also Liegenschaften mit Eigentumswohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Verkäufe bebauter Grundstücke haben mit 1319 Vertragsabschlüssen die hohen Werte vom Anfang der 2000er-Jahre übertroffen. Erstmals liegt der mittlere Wohnflächenpreis der freistehenden Ein- und Zweifamilienhäuser im vierstelligen Bereich, die Preise sind gerade bei gut sanierten Objekten seit 2014 im Schnitt um 30 Prozent gestiegen. Auch nach älteren Objekte steigt die Nachfrage stetig.

Zusätzlich zum Grundstücksmarktbericht wird in einer Bodenrichtwert-Karte aufgeschlüsselt, welche Richtwerte für land- und forstwirtschaftliche Flächen in der Region aufgerufen werden können. Die Preise von Waldflächen blieben stabil, Ackerpreise stiegen moderat, Grünlandpreise legten hingegen im vergangenen Jahr überdurchschnittlich zu.

Carlo Ihde


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