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Gemeinschaftskuh grasst in Drenkow : Wem gehört die "Bürger-Kuh" Hela?

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Hela steht auf der Weide des SiebenGiebelHofes und teilt sich das Gras mit dem Bullen Compai Segundo und 20 Kühen. Hela ist etwas Besonderes: Sie gehört einigen BürgerInnen, die gute Milch trinken möchten.

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erstellt am 14.Feb.2012 | 11:09 Uhr

Drenkow | Hela steht auf der Weide des SiebenGiebelHofes und teilt sich dort das Gras mit dem Bullen Compai Segundo und den übrigen 20 Kühen der Herde. Und Hela ist doch etwas Besonderes: sie gehört einigen BürgerInnen, die gute Milch trinken möchten. Jede Milch, die länger als fünf Tage haltbar ist, hat zuvor eine Wärmebehandlung ertragen müssen, die einen Teil ihrer Vitalität zerstört hat. Milch, die unbehandelt bleibt, wird gemeinhin "Rohmilch" genannt, und wer eine solche Milch kaufen möchte, muss weite Wege gehen, oder eben selbst eine Kuh halten und die eigene Milch trinken. Aber wie soll das gehen, im Treppenhaus? Wo sollen die 6000 Kg Winterfutter lagern, die eine Kuh im Winter zu verspeisen pflegt? Und vor allem: Was passiert mit dem ganzen Kot?

Es wurde schnell klar, ein Bauernhof muss her. Und so zog Hela, die Bürger-Kuh, in den Kuhstall vom SiebenGiebelHof ein. Dort steht sie nun neben den anderen Kühen, hat ihren Platz in der Kuhgalerie auf der Internetseite des Hofes, und die Milch landet doch nicht nur im Käsekessel, sondern wird von den Mitgliedern der Kuhhaltergemeinschaft frisch getrunken. Und noch etwas ist neu: Die Kuhhalter bezahlen nicht mehr die Milch, denn es ist ja nun ihre eigene, sondern sie bezahlen die Bauern dafür, dass Bürger-Kuh Hela gefüttert, getränkt, gemolken und auf die Weide getrieben wird. Bauer Jörg Grigat träumt davon, eines Tages die Bezahlung ganz auf die lokale Währung "Goldmarie", den schönen Taler aus Stein, umstellen zu können.

Ein Infotreffen zum Thema Kuhhaltergemeinschaft findet am 17. Februar um 20 Uhr im Café 7 auf dem SiebenGiebelHof in Drenkow statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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