erster Teil : Weihnachtsoratorium stimmte auf Advent ein

Carina Zwerschke
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Carina Zwerschke

Kantor Fritz Abs hatte die Kantorei St. Georgen für das Oratorium eigens mit etlichen Sängerinnen und Sängern aus der Region verstärk

Mit den ersten drei von insgesamt sechs Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach ließ sich am Samstagabend ein treues Publikum in der Parchimer St. Georgenkirche auf den ersten Advent einstimmen. „Für mich ist die Vorweihnachtszeit untrennbar mit einem Konzertbesuch verbunden“, ließ eine Rollstuhlfahrerin auf Anfrage verlauten.
Wer klassische Musik liebe, speziell Chorgesang und gern Bach höre, „für den ist das Oratorium ein Muss“, bekundete der Parchimer Lucas Netzel. „Ich bin äußerst dankbar für die Gelegenheit, ein derart qualitätvolles Konzert in unserer Stadt live erleben zu dürfen.“ Das sei für ihn der Hauptgrund, so Netzel, die Aufführung in der St. Georgenkirche zu besuchen.
Carina Zwerschke durchlebte am Samstagabend ein Wechselbad der Gefühle. Die ehemalige Parchimerin war erst kürzlich wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt. Als Sängerin in auswärtigen Chören hat sie bei Aufführungen des Oratorium bereits mehrfach mitgesungen, kennt und liebt diese Musik. „Am Sonnabend habe ich das Konzert nur besucht, um meinem Vater zuzuhören und alte Freunde wiederzusehen.“ Sie könne sich aber durchaus vorstellen, so Zwerschke, in Parchim bei der nächsten Aufführung des Oratorium mitzuwirken. Kantor Fritz Abs hatte die Kantorei St. Georgen für das Oratorium eigens mit etlichen Sängerinnen und Sängern aus der Region verstärkt. Dem Konzert waren wochenlange Proben vorausgegangen (SVZ berichtete mehrfach). Bach lässt in seinem Werk die altbekannte Weihnachtsgeschichte musikalisch mit aller Wucht lebendig werden. Choräle und melodische Sprechtexte (Rezitative) wechseln sich spannungsreich mit solistischen Arien ab. Dazu waren die Sopranistin Felizia Frenzel, Dorothe Ingenfeld (Alt), der Ludwigsluster Tenor Hannes Böhm und Marcus Vollberg (Bass) verpflichtet worden. Den Solisten, dem Chor und dem Kammerorchester galt zum Schluss ein minutenlanger Applaus. Das Weihnachtsoratorium wird am Sonntag, 28. Dezember ab 16.30 Uhr in der St. Georgenkirche um die Aufführung der letzten drei Kantaten komplettiert.

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