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Wer tut so etwas? : Wehrloses Pony am hellen Tag auf Koppel gequält

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Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Tiere eines Stresendorfer Reiterhofs schon im September 2013 attackiert. Die Polizei bittet um Hinweise

Treibt in Stresendorf ein Pferdehasser sein Unwesen? Ein Unbekannter verletzte am Montag ein kleines Pony mit zwei Einstichen an einem hinteren Schenkel.

In dem überschaubaren Ortsteil der Gemeinde Ziegendorf an der Landesgrenze zu Brandenburg war es nicht das erste Mal, dass Pferde von Uwe D. und Marita K. (Namen geändert) attackiert wurden. Der erste Angriff im September vergangenen Jahres wirkte vergleichsweise harmlos: Zwei Mecklenburger Warmblütlern wurden auf der Weide hinter dem Haus am Dorfplatz die Mähne und der Schweif radikal gekürzt. Die Anzeige verlief im Sande, die Suche nach dem Übeltäter blieb ergebnislos. „Der Fall wurde als Sachbeschädigung zu den Akten gelegt“, kritisiert Uwe D. , eine Einsicht in die Ermittlungsprotokolle sei ihm verwehrt worden.

Am Montag dann der Schock: Ein Shetland-Pony wies hinten rechts an zwei Stellen blutende Einstiche auf. Die Verletzungen waren gegen 15 Uhr entdeckt worden, als das possierliche Tier von der Koppel in den Stall geführt werden sollte.

Die alarmierte Polizei geht von einem gezielten Angeriff aus und vermutet, dass die runden Stichwunden von einer Mistgabel stammen könnten. Das Pony wirkte gestern noch wie traumatisiert und gebärdete sich äußerst scheu. Zu seiner Sicherheit darf es das Hofgelände vorläufig nicht verlassen. Obwohl die Verletzungen augenscheinlich nicht schwer sind, erstatteten die Besitzer auch in diesem Fall ebenfalls Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Die Polizei in Parchim (Tel. 03871 / 6000) bittet die Bevölkerung um sachdienliche Hinweise, um diesen Vorfall aufklären zu können.

Mit ihrem Reiterhof hat sich die gelernte Pferdewirtin Marita K. einen Lebenstraum erfüllt: In Stresendorf mietete sie sich vor knapp zwei Jahren in einem Bauernhof mitsamt Stallungen ein. Ihr Lebenspartner geht von dort aus seinem gelernten Handwerk als Tischler nach und hat sich auf Türen- und Fensterbau spezialisiert.

Schon einmal Ende der 90er Jahre schlachtete ein Pferderipper im brandenburgischen Gorlosen zwei Stuten ab.

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erstellt am 14.Jan.2014 | 17:50 Uhr

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