Diskussion in Friedrichsruhe : Wasserverbot für die Feuerwehren?

Bei dieser großen Waldbrandübung auf dem ehemaligen Schießplatz der Bundeswehr in Alt Schwinz wurde im vergangenen Jahr das Löschwasser aus einem Waldsee gepumpt.
Bei dieser großen Waldbrandübung auf dem ehemaligen Schießplatz der Bundeswehr in Alt Schwinz wurde im vergangenen Jahr das Löschwasser aus einem Waldsee gepumpt.

Friedrichsruher Wehr beklagt Entnahmeverbot des Zweckverbands / Wasserversorger bestreitet das und warnt vor technischen Problemen

von
25. Februar 2014, 15:35 Uhr

Unruhe in der Friedrichsruher Feuerwehr: Hat der Wasser- Abwasserzweckverband Parchim/Lübz den Brandschützern verboten, Löschwasser aus öffentlichen Leitungen zu entnehmen? Das kritisierte Wehrführer Udo Albrecht bei der Jahreshauptversammlung. Bei Verstößen gegen dieses Verbot soll ein Bußgeld von 5000 Euro angedroht worden sein. „Auch das Auffüllen der Löschwassertanks in den Einsatzfahrzeugen aus öffentlichen Leitungen ist nicht statthaft.“ Ein Sinn dieses Verbots ist für Udo Albrecht nicht nachvollziehbar, „weshalb wir Löschwasser weiterhin dort holen, wo wir es bei Bedarf brauchen“. Solange er Wehrführer sei, werde er dieses Verbot ignorieren. „Der Brandschutz der Bevölkerung hat Vorrang.“

Das sieht der Wasser-Abwasserzweckverband Parchim/Lübz (WAZV) durchaus ähnlich. Er verweist allerdings auf technische Probleme mit Folgen für die Trinkwasserversorgung, sollte zu viel Löschwasser entnommen werden. „Den schlimmsten Fall hat es im Verbreitungsgebiet schon einmal gegeben“, sagt Heinz Schünemann, Geschäftsführender Leiter des WAZV. Weiter: „Nach einer massiven Trinkwasserentnahme über einen Hydranten schaltete das Wasserwerk Hof Grabow automatisch ab. Der Druckabfall im Netz bewirkte eine Notfallmeldung, die eigentlich für extreme Wasserrohrbrüche vorgesehen ist.“ Der Zweckverband fordert also Fingerspitzengefühl.

Ausführlich lesen Sie in der Printausgabe und im E-Paper.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen