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Ludwigslust-Parchim : Wassertourismus im Fokus

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Arbeitsgruppe Blaues Band legt Maßnahmenkatalog vor. Modernisierungsschub für Technische Anlagen an Müritz-Elde-Wasserstraße

von
erstellt am 03.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Der Wassertourismus gerät immer stärker in den Fokus der Wirtschaftsförderer. Zum Thema gab es jetzt ein zweites Treffen mit Vertretern aus Kommunen des Landkreises Ludwigslust-Parchim, der Stadt Schwerin und weiteren Beteiligten am Wassertourismus. Koordiniert hat das Ganze die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Südwestmecklenburg (Wifög).

Fazit der zweiten Runde: Notwendige Modernisierungen bei technischer und touristischer Infrastruktur entlang des „Blauen Bandes“ und eine Stärkung des Marketings seien erforderlich.

Auf Einladung der Wifög versammelte sich die Expertengruppe im Landratsamt Ludwigslust, um die gegenwärtige Situation im regionalen Boots- und Schiffsverkehr zu analysieren und gemeinsame Schritte hin zu einer Weiterentwicklung dieses, für die Region so bedeutenden, Wirtschaftszweiges zu initiieren.

Marc Brendemühl, Projektmanager Kommunikation und Marketing der Wifög: „Alle beteiligten Partner aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim und der Stadt Schwerin – bestehend aus Gemeinden, Verbänden und Unternehmen – wollen sich künftig stärker vernetzen und gemeinsam in einem ersten Schritt die Modernisierung der technischen Anlagen entlang des Blauen Bandes voranbringen.“

Mit der Umsetzung des Bundesprogramms „Blaues Band Deutschland“ stehen Mittel in Höhe von rund 50 Millionen Euro pro Jahr für Infrastrukturmaßnahmen in naturnahe Gewässer für touristische Nutzungen zur Verfügung. Diese Mittel könnten in Absprache mit allen Beteiligten zielführend beim Bundesverkehrsministerium abgefordert werden.

Ferner sehen die Beteiligten dringenden Handlungsbedarf für ein gemeinsam zu koordinierendes Binnen- und Außenmarketing, sodass künftig verstärkt neue Trends und Zielgruppen Eingang in die Ansprache finden.

Als Schnittstelle eines effektiven Netzwerkes wäre eine noch zu schaffende Koordinierungsstelle denkbar. Berit Steinberg, Geschäftsführerin der Wifög: „Um dem Wassertourismus als bedeutendem Wirtschaftsfaktor für unsere Region gerecht werden zu können, bedarf es neben der netzwerkartigen Einbeziehung sämtlicher Leistungsträger zudem der Installierung einer noch zu definierenden Koordinierungsinstanz, die auch auf Dauerhaftigkeit ausgelegt sein sollte.“

Was die Realisierung einer solchen Schnittstelle betrifft, so der Tenor während des Arbeitstreffens, bestünde die Option der Ausarbeitung einer längerfristigen Kooperationsvereinbarung zwischen betroffenen Kommunen und Landkreis.

Die konstruktive Zusammenarbeit aller Beteiligten wird sich weiter fortsetzen. Ein wegweisender Termin wird auch das Forum „Wasserstraßen Westmecklenburgs“ sein, das für diesen Oktober in Neustadt-Glewe geplant ist.

 

Kommentar “Der nächste Sommer kommt bestimmt“

Da war doch noch etwas: Richtig, der Wassertourismus. Schön, dass die Macher entlang der Müritz-Elde-Wasserstraße jetzt den Hebel auf den Tisch legen und Gas geben. Ergebnisse sollten allerdings nicht zu früh erwartet werden. Schließlich spielt auch der Bund eine Rolle, er ist Träger der Wasserstraße. Ansonsten ist die Idee nicht neu, die Müritz-Elde-Wasserstraße in den Mittelpunkt touristischer Vermarktung zu stellen. Nicht nur Skipper fühlen sich hier wohl, auch Radfahrer und Fußgänger nutzen gern die Wirtschaftswege und gucken Schiffe und Natur gleichzeitig. Eine Botschaft wäre aber wichtig: Vieles funktioniert schon gut. Urlaub am Blauen Band lohnt schon jetzt.

 

 

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