Parchim/Plau am See : Wasserretter im Dauereinsatz

Der DLRG-Taucher bei seinem Einsatz, er fand den toten Parchimer. Fotos: M.-G. Bölsche
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Der DLRG-Taucher bei seinem Einsatz, er fand den toten Parchimer. Fotos: M.-G. Bölsche

Parchimer kommt im Kritzower See ums Leben / Auf Plauer See vermisste Familie hatte im Faltboot auf bessseres Wetter gewartet

svz.de von
27. Juli 2014, 21:07 Uhr

Am Freitagabend kam ein Parchimer (74) beim Baden im Kritzower See nahe Schlemmin ums Leben. Eigentlich wollte der Rentner aus Parchim, der bei Bekannten in Schlemmin zu Besuch war, sich nur noch einmal im See etwas abkühlen. Doch dann bekam der Mann etwa 70 Meter vom Ufer entfernt plötzlich Probleme. Andere Badegäste bekamen das mit und versuchten, dem Schwimmer zu helfen. Doch als sie an der angenommenen Stelle ankamen, war von dem Parchimer nichts mehr zu sehen. 50 Rettungskräfte, von den Freiwilligen Feuerwehren in Schlemmin und Lübz inklusive der Löschgruppe Brook, die Tauchergruppe der DLRG Zarrentin sowie Beamte der Wasserschutzpolizei waren im Einsatz. „Wir waren mit einem Echolot sowie mit Hakenleinen auf dem Wasser und suchten nach dem Vermissten. Uns haben dabei auch Privatleute mit Booten von der benachbarten Bootsschuppengemeinschaft geholfen“, erklärt Einsatzleiter Eberhard Korf. Er dankt der Bootschuppengemeinschaft auch für die Bereitschaft, Bockwurst für die Einsatzkräfte heiß zu machen.

Der See ist etwa zwischen sechs und sieben Meter tief, die Sicht unter Wasser soll etwa einen Meter betragen haben. Intensiv suchten die Rettungskräfte nach dem Vermissten, doch erst ein Taucher der DLRG Gruppe aus Zarrentin konnte den Mann am späteren Abend dort entdecken und bergen, wo er auch vermutet wurde.
Die Beamten des Kriminaldauerdienstes waren vor Ort und nahmen die weiteren Ermittlungen zur Todesursache und den näheren Umständen des Unglücksfalles auf.

Erst am Mittwoch vergangener Woche war eine Familie aus Wismar am Plauer See als vermisst gemeldet worden. Hier gab es zum Glück ein positives Ende, denn die Beamten Mirko Bauer und Sebastian Kamm von der Plauer Wasserschutzpolizei haben die Familie, ein Ehepaar (50 und 47) sowie ihren fünfjährigen Sohn, auf dem Plauer See entdeckt und konnten somit die Suche beenden. Wie von den Beamten zu erfahren war, war die Familie aus Wismar in Höhe Zislow von einem Zeltplatz aus am Mittwochnachmittag mit einem Faltboot auf den See gefahren. Am Donnerstagnachmittag waren sie noch nicht zurück, so dass die Zeltplatzbetreiberin die Familie als vermisst meldete.

Die Plauer Beamten sowie die Röbeler Polizei suchten am Donnerstag und bezogen auch die Fahrgastschifffahrt in diese Suche mit ein. Wie sich bei der Befragung herausstellte, hatte sich die Familie entschlossen, die Nacht in Plau zu verbringen, da ihnen die Wettersituation nicht geheuer war.

Erst am vergangenen Wochenende hatten zwei vermisste Schwimmer eine Suchaktion ausgelöst.


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