Parchim : Wasser stand einen halben Meter hoch

<fettakgl>Am Ostring wird bei Familie Pauls</fettakgl> der Keller durch die FFw Parchim ausgepumpt. Die Kameraden suchen den eigentlichen Wasserabfluss im Keller.<fotos> Bölsche </fotos>
1 von 4
Am Ostring wird bei Familie Pauls der Keller durch die FFw Parchim ausgepumpt. Die Kameraden suchen den eigentlichen Wasserabfluss im Keller. Bölsche

Es schüttete wie aus Eimern: Am Dienstagabend setzte ein heftiger Regenguss Teile der Kreisstadt unter Wasser. Starkregen mit mehreren Litern je Quadratmeter überflutete in kürzester Zeit Straßen und Keller.

svz.de von
13. Juni 2012, 07:33 Uhr

Parchim | Es schüttete wie aus Eimern: Am Dienstagabend kurz nach 18.30 Uhr setzte ein heftiger Regenguss Teile der Kreisstadt unter Wasser. Starkregen mit mehreren Litern je Quadratmeter überflutete in kürzester Zeit Straßen und Keller. Die Freiwillige Feuerwehr Parchim musste zu 18 Einsätzen ausrücken, an denen 30 Kameraden beteiligt waren.

In der Fritz-Reuter-Straße, in der Heidestraße, Lindenstraße, Am Bad staven, in der Buchholzallee - überall in der Stadt brachten die Kameraden ihre Pumpen zum Einsatz. In einigen Häusern war dies nicht mehr nötig, da die Hausbewohner bereits selbst zu Besen, Schaufel und Eimer griffen. Etliche, darunter auch Achim Lorenz im Paarscher Weg, hatten eigene Tauchpumpen im Einsatz und so konnten sie sich selbst von den Wassermassen befreien. Lorenz musste sogar den Regenwassereinlauf reinigen, da sonst das Wasser nicht abgelaufen wäre.

"Das war auch in der Wallallee und in der Bahnhofstraße ein Problem. Die Regenwassereinläufe waren teilweise verstopft", sagte Einsatzleiter Bernd Schröder. Diese beiden Straßen mussten vorübergehend gesperrt werden, weil das Wasser teilweise bis über einen halben Meter hoch stand. Die Flut drückte sogar Gullydeckel hoch.

In der Lübzer Chaussee hieß es ebenfalls "Land unter". Das Wasser bahnte sich seinen Weg von einem angrenzenden Acker in den Straßengraben, der die Massen gar nicht fassen konnte. So lief das Wasser über und strömte auf das Gelände der Tankstelle.

Die üppige Niederschlagsmenge von mehr als 20 Litern pro Quadratmeter bescherte Parchim ein großer Schauer, der sich in der schwülwarmen Luft gebildet hatte und sich stundenlang bei fast windstiller Wetterlage nicht vom Fleck rührte.

Nach mehr als zwei Stunden war der größte Teil des Einsatzes absolviert, was keinen Feierabend für Parchims Feuerwehr bedeutete. Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz: Die Kameraden reinigten das Einsatzgerät und die Technik, um wieder für den nächsten Alarmfall gerüstet zu sein, der nicht lange auf sich warten ließ, weil Unbekannte in der Nacht wieder Gelbe Säcke anzündeten.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen