Lebensquell Trinkwasser : Wasser aus Herzfeld für Suckow

Lebensquell aus dem Wasserhahn. Die Suckower sollen künftig ihr Trinkwasser aus Herzfeld erhalten.
Lebensquell aus dem Wasserhahn. Die Suckower sollen künftig ihr Trinkwasser aus Herzfeld erhalten.

Belastete Brunnen sollen geschlossen werden / Zweckverband Parchim-Lübz investiert und hofft auf Fördermittel vom Land

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18. Januar 2016, 15:43 Uhr

Noch werden die Grenzwerte eingehalten. Aber die Trinkwasserbrunnen von Suckow sind belastet. Deshalb soll das Wasser für die Gemeinde künftig aus Herzfeld kommen. Der Wasser- und Abwasserzweckverband Parchim/Lübz (WAZV) geht von einem Investitionsbedarf von 1,6 Millionen Euro aus, um Netz und Brunnen auszubauen.

Die Wasserfassung von Suckow sei gefährdet, erklären Lothar Brockmann, der WAZV-Geschäftsführer, und Olaf Dommack, der Technische Leiter des Verbandes, in einem Gespräch mit unserer Zeitung. In absehbarer Zukunft können die Suckower nicht mehr aus den bisherigen Brunnen versorgt werden. In zwei machen Wirkstoffe aus Pflanzenschutzmitteln (Metabolite) sowie Spuren von Uran Sorgen. In einem davon wurden zusätzlich synthetische Süßstoffe (Cyclamate) gefunden. Alles sei in Suckow noch innerhalb der Grenzwerte, erfährt SVZ aus dem Zweckverband. Aber: „Eine steigende Tendenz ist erkennbar“, so Olaf Dommack.

Um das Herzfelder Wasser nach Suckow zu bringen, muss u.a. eine Hauptleitung von Hof Poltnitz nach Marnitz neu gebaut werden. In Poltnitz entsteht eine neue Druckstation, da das Wasser bergauf gepumpt werden muss bis zum Hochbehälter in Mentin – fast 130 Meter über dem Meeresspiegel. Im Wasserwerk Herzfeld selbst müssen zwei neue Brunnen gebohrt werden.

Um das Millionenprojekt realisieren zu können, hat der WAZV im Februar vergangenen Jahres einen Fördermittelantrag gestellt. Der wird derzeit geprüft, so Dommack. Aufgrund der Dringlichkeit der Investition und um mögliche Fördermittel nicht zu verspielen, will der WAZV jetzt einen vorzeitigen Vorhabensbeginn beantragen.

Ziel des Zweckverbandes ist es, bereits in diesem Frühjahr mit den Arbeiten zu beginnen und sie bis Ende des Jahres 2017 abzuschließen.

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