Parchim : Was bringt die Zukunft?

Annett Bieber von den Lewitz-Werkstätten half gerne bei Fragen Fotos: Mona Laudan
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Annett Bieber von den Lewitz-Werkstätten half gerne bei Fragen Fotos: Mona Laudan

Berufsorientierungstage an der Fritz-Reuter-Schule

svz.de von
03. Februar 2018, 05:00 Uhr

Früh übt sich… Dieser Satz prägt wohl die jährlich stattfindenden, sich diesmal zum zwölften Mal wiederholenden Berufsorientierungstage der Fritz-Reuter-Schule Parchim. Für drei Tage verwandelten sich wieder einige Räume der Bildungsstätte in die vielen Gesichter einer individuellen, beruflichen Zukunft.

25 Unternehmen und Ausbildungsstätten hatten sich am Montag zum Berufsorientierenden Eltern- und Schülerabend angemeldet, um den Besuchern ihre Möglichkeiten zu präsentieren. Ob Lewitz-Werkstätten, Hydraulik-Nord oder das Deutsche Rote Kreuz; von der Polizei über den zukünftigen Spediteur bis zur Medizinischen Fachangestellten - die Auswahl konnte sich sehen lassen. Und auch schon die siebten Klassen waren mit im Boot. Lena und Jasmin schauten sich ebenfalls um. „Ich möchte Grundschullehrerin werden“, war sich die 13-jährige Lena in Sachen Studium sicher, doch im Hinblick auf das lange Studieren gab sie doch der Ausbildung den Vorzug: „Oder irgendwas mit Kindern. Es macht Spaß, ihnen was beizubringen.“ Dass sich Fritz-Reuter-Schüler bei den regionalen Unternehmen einen guten Ruf erarbeitet haben, bewies der siebzehnjährige Tom Schätz. Er ist mittlerweile in seinem zweiten Lehrjahr als Schornsteinfeger und wusste zu berichten, dass „es ein sehr abwechslungsreicher Beruf ist.“ Zwischen Feinstaubmessgerät und Utensilien zum traditionellen Fegen ließen er und sein Kollege Andy Kähler die Voraussetzungen zum Ergreifen dieser Ausbildung passieren. „Der höfliche, freundliche Kundenkontakt ist wichtig. Und man muss klettern können und auf jeden Fall schwindelfrei sein!“ ,sagte Andy Kähler erfahrungsgemäß. Von den Dächern der Welt ging es ab ins Grüne. Der 15-jährige Max schaute sich bei der Landschaftsgärtnerei um, möchte aber eigentlich das Tischlerhandwerk erlernen: „Ich kann es gut und es macht mir Spaß“, hieß es kurz und knackig und weiter ging`s zum nächsten Stand. Was an diesem Abend noch theoretischer Natur war, gestaltete sich am nächsten Tag weitaus praktischer. Am Dienstag kamen die Neunten unter dem Motto „Fit in die Ausbildung“ in den Genuss eines Bewerbungsgespräches – wenn auch teilweise als Übung gedacht, zeigte es doch, welche Tricks und Kniffe ein Bewerber in solch einer Situation beherrschen musste. Sandra Flörke und Uta Richardt waren im Namen von Krüger und Voigt vor Ort, um den drei jungen Männern Till, Martin und Rico unter die Arme zu greifen. Was nehme ich zu einem Bewerbungsgespräch mit? Welche Rolle spielt die Körperhaltung? Gibt es Fragen, die ich im Verlaufe des Gesprächs nicht beantworten muss? Viel Neues für die drei, die bei der Frage nach den eigenen Schwächen erst einmal tief in sich gehen mussten. „Die Millimeter-Feinarbeit ist nicht so mein Ding“, fand schließlich Rico, die Frage weitläufig interpretierend, sein persönliches Manko und beließ es erst mal dabei. Ob sie in Parchim ihre Zelte nach der Lehrzeit aufschlagen, ist noch nicht bei jedem ersichtlich. Vielleicht hält Martin zuverlässig Wache als Fachmann für Schutz und Sicherheit. Und Till überfliegt die Berge als Gebirgsjäger beim Bund. Wo liegt die Zukunft? Genau, in den Sternen…

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