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Parchimer Zeitung

22. September 2017 | 08:26 Uhr

Parchim : Warum gibt es Arm und Reich?

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Parchimer Nachwuchsakademie (Panak) startete Dienstag ins Frühjahrssemester. Sparkassenchef klärte über Armut und Reichtum auf.

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erstellt am 02.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Sparen sei sinnvoll, aber man werde dadurch nicht reich. „Zumindest dauert es sehr lange“, so der Panak-Gastredner am Dienstag im Solitärgebäude des Landratsamtes. Joachim Ziegler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Parchim-Lübz, hielt einen Vortrag zu dem Thema „Warum gibt es Arme und Reiche?“ Der Sparkassenchef war bereits zum dritten Mal bei der Panak als Experte geladen. Erstklässler Henrik Zorn aus der Adolf-Diesterweg-Schule genoss eine Art Exklusiv-Veranstaltung. Neben einigen Erwachsenen kam er in Begleitung seiner Mutter Doreen Zorn zur Kinderuni.

Geld beherrscht die Welt und so gab es von dem Sparkassenchef viele spannende Fakten über Armut und Reichtum zu erfahren. Sozusagen verriet er einmal den Kontostand von Bill Gates, den reichsten Erdenbürger. Joachim Ziegler: „Nach offiziellen Erhebungen ist er mit 75 Milliarden Dollar der reichste Mensch der Welt. Würde er hundert Jahre alt werden, könnte Gates jeden Tag über fünf Millionen Dollar ausgeben.“

Zusätzliche Inhalte zu Panak im Netz unter www.kjr-lup.de/panak

Anschließend stellte der Referent die „reichsten Deutschen“ vor, zu denen auch die „Aldi“-Nachfahren (Supermarkt-Kette) gehören. Schließlich ließ die Namensliste die Frage aufkommen „Wie wird man so reich?“ Der Sparkassenchef dazu: „Entweder man erbt oder man wird mit einer guten Idee erfolgreich.“ Zudem seien die Lebenseinstellung und ein guter Schulabschluss wichtig, um finanziellen Erfolg zu erlangen, meinte Ziegler.

Später kam der Finanzexperte auf die ärmsten und reichsten Länder der Erde zu sprechen. Die Zuhörer erfuhren, dass sich die zehn ärmsten Staaten der Welt auf afrikanischen Boden befinden. „Afrika war vor zehntausend Jahren sehr fruchtbar und weit entwickelt. In Europa herrschte damals genau das Gegenteil“, sagte der Panak-Gastdozent. Klimawandel und Misswirtschaft hätten für die Verödung der Flächen gesorgt. Später hätte der schwarze Kontinent lange Zeit unter der Zwangsherrschaft der europäischen Kolonialisten gelitten. Zu den reichsten Ländern der Welt konnte Joachim Ziegler auch Angaben machen: Katar, Luxemburg und Singapur zählen zur Top drei. „Die reichsten Staaten verfügen entweder über Bodenschätze oder sind auf gute Geschäftsideen gestoßen.“

Am Ende der Vorlesung ging der Vortragende auf die Frage „Warum haben Menschen unterschiedliche Einkommen“ ein. „Menschen im produzierenden Bereich verdienen meistens mehr, als Menschen, die Dienstleistungen ausführen“, so Joachim Ziegler.

Zustimmung bekam der Sparkassenchef bei seinem Abschluss: „Es spielt eine große Rolle, in welchem Land man geboren wurde. Daher sollte man immer daran denken, dass es anderen nicht so gut geht.“

Am 14. März erzählt der Autor Uwe M. Troppenz über „Katastrophen, die die Menschheit bedrohen“. Im Frühling widmet sich Panak am 11. April dem Wald: Der einstige Oberförster Lutz Fähser referiert über „Das geheime Leben unseres Waldes.“ Am 16. Mai spricht Dr. Christian Müller-Grotrian zu „Warum müssen alle Menschen sterben?“ Semesterabschluss ist die Exkursion zur Biosphäre Potsdam am 27. Mai. Veranstaltungsort ist jeweils das Solitär des Parchimer Landratsamts.

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