zur Navigation springen
Parchimer Zeitung

19. November 2017 | 15:27 Uhr

Kultur Parchim : Warten auf die Theaterretter

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Noch keine Standortentscheidung innerhalb Parchims gefallen / Kreisverwaltung prüft verschiedene Alternativen

von
erstellt am 23.Jan.2015 | 14:45 Uhr

Warten auf Godot in Parchim? Ein Jahr nach der Sperrung der Hauptbühne des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim ist noch keine Entscheidung für einen Standort innerhalb der Kreisstadt gefallen. Dass Parchim Spiel- und Produktionsort bleibt, hatte Landrat Rolf Christiansen zuletzt Anfang Januar im SVZ-Gespräch bekräftigt. Ein entsprechender Kreistagsbeschluss lässt keine Zweifel daran. Auch das Ziel, 2016 mit Neu-, Umbau oder Sanierung beginnen zu können, steht.

Derzeit werde auf verschiedenen Strecken parallel gearbeitet, sagt der zweite Beigeordnete der Kreisverwaltung Günter Matschoß. Im Rennen sind drei Varianten: Der alte, dann zu sanierende Theaterstandort in der Blutstraße, die Elde-Mühle am Fischerdamm oder ein Neubau auf der grünen Wiese in der Weststadt, den aber niemand so richtig will. Günter Matschoß: „Der Landkreis arbeitet derzeit intensiv daran, neben der Mühle noch andere Optionen zu prüfen.“ Für den Umbau der Elde-Mühle am Fischerdamm zum Theater- und Kulturstandort hatte es im Oktober ein so genanntes Interessenbekundungsverfahren gegeben – eine europaweite Suche nach Investoren oder Betreibern. Offizielle Informationen über das Ergebnis sind nicht zu bekommen, es sollen aber Angebote von interessierten Investoren abgegeben worden sein. Damit hätte eine der letzten Großmühlen Mecklenburgs die Chance, erhalten zu bleiben. Vor sieben Jahren gingen hier die Lichter aus.

Thomas Ott-Albrecht, Intendant des Mecklenburgischen Landestheaters Parchim, vertraut auf die Arbeit des Theater-Zweckverbands und die Entscheidungen des Kreistags und der Stadtvertretung Parchim. Ott-Albrecht: „Bis die endgültige Standortfrage geklärt ist, wissen wir, dass der mögliche beste Standort in Parchim ausgewählt wird.“

Gleichwohl, so der Intendant , brauche das Parchimer Theater dringend eine neue feste Spielstätte. Thomas Ott-Albrecht, der mit seinem Ensemble derzeit so viel im Landkreis herumkommt, wie kaum jemand anders, dankt den Umlandgemeinden für die vielen Spielorte, die helfen, das Theater „in unserem Landkreis bekannter zu machen.“

Die Statistik belegt es. Trotz wesentlich erschwerter Bedingungen ist des dem Mecklenburgischen Landestheater Parchim im vergangenen Jahr gelungen, die Zuschauerzahlen leicht auf 33000 zu steigern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen