Parchim : Walzertakte am Sonnenberg

„Showdown am Sonnenberg“ feierte erfolgreich Premiere. Das Stück studierten Arbeitslose ein.
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„Showdown am Sonnenberg“ feierte erfolgreich Premiere. Das Stück studierten Arbeitslose ein.

Erfolgreiche Premiere des Theaterprojekts mit Arbeitslosen: Nach dem Bühnenauftritt folgt jetzt die Praxis in Unternehmen

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17. März 2016, 21:00 Uhr

„Super! Klasse! Habt Ihr toll gemacht, große Leistung…“ so lauteten am Mittwochabend die positiven Kommentare nach der erfolgreichen Premiere des Stückes „Showdown am Sonnenberg“ in der Regie von Sigrid Maria Schnückel (wir berichteten).

Der Saal in der Tanzschule Röber war bis auf den letzten Platz gefüllt und das Lampenfieber der Darsteller durchaus spürbar. Schließlich war dieser Bühnenboden ein nicht alltägliches Terrain für die Teilnehmer, die dieses Stück im Rahmen eines mehrmonatigen Projekts einstudierten und damit neue berufliche Perspektiven an sich entdecken sollen. Die Arbeit auf der Bühne soll einen Riesenschritt in der Persönlichkeitsentwicklung der Teilnehmer möglich machen. Schließlich sind viele von ihnen länger ohne einen Job, was das Selbstbewusstsein nicht eben hebt. Dem entgegen zu wirken ist eine der Aufgaben der Projektfabrik gGmbH – in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter, der BBS Start und weiteren Partnern.

Das Stück selbst handelt zwar vom stadtbekannten Räuber Vieting. Doch was der Zigeunerbaron von Johann Strauß und die berühmte Arie vom Borstenvieh und Schweinespeck als idealem Lebenszweck damit zu tun hat oder was gar ein Walzertanz mit einem Machtkampf des Räuber Vieting mit seinem Widersacher Räuber Spiegelberg gemein hat, das muss man selbst erleben.

Aufgefallen bei der Premiere ist, dass die Darsteller mit viel Engagement und vor allem mit großer Spielfreude zur Sache gingen. Es wurde in der Tat ein Vollblut-Spiel und kein reines Aufsagen von Texten. Jeder hat sich auf seine Weise in das Stück eingebracht. So kann man alle nur beglückwünschen. Der langanhaltende Beifall am Ende und die vielen positiven Kommentare bestätigen die gute Arbeit aller daran Beteiligten. Zu wünschen ist ihnen, dass es weitere Auftritte gibt, vielleicht beim Stadtfest in Parchim?

In den nächsten Wochen schließt sich nun die zweite Phase des Projekts an, die Praxis in verschiedenen Betrieben, um einen möglichen Eintritt in die Arbeitswelt zu erreichen.

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