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Parchimer Zeitung

24. November 2017 | 19:39 Uhr

Kommunalwahl : Von Windtürmen eingekreist

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Amtsinhaber Uwe Kröger (SPD) und Andreas Sturm (Die Linke) kandidieren als künftiger Bürgermeister in Friedrichsruhe

von
erstellt am 20.Mai.2014 | 13:43 Uhr

Mitten durch die Gemeinde, die rund acht Kilometer südöstlich von Crivitz und etwa 20 Kilometer nordwestlich von Parchim liegt, zieht sich die Bundesstraße 321. Das Gemeindegebiet liegt vor allem in den Niederungen links und rechts des Mühlenbaches, welcher in einer Teichlandschaft östlich von Friedrichsruhe entspringt. Vor mehr als 15 Jahren entstand am Dorfrand einer der ersten größeren Windparks der Region. In der jüngsten Zeit haben vor allem die jüngsten Bewohner, die in der Kita „Pfiffige Füchse“ betreut werden, für Schlagzeilen gesorgt. Hier wird nicht nur ein zeitgemäßes pädagogisches Konzept umgesetzt, sondern jungen Eltern mit erweiterten Öffnungszeiten wertvolle Hilfe im Berufsleben gegeben.


„Meine Arbeit ist noch nicht beendet“


„Am 2. Juni soll es mit der Dorfplatzneugestaltung als letztes Projekt der Flurneuordnung richtig losgehen. Darauf freue ich mich schon sehr“, sagt Uwe Kröger (SPD), der sich als Bürgermeister dafür eingesetzt hat, dass mitten im Dorf endlich ein ansehnliches Zentrum entsteht. Für den 63-Jährigen ist das zugleich Motivation, um bei der bevorstehenden Kommunalwahl am Sonntag erneut als Bürgermeister zu kandidieren. „Wir haben in den zurückliegenden fünf Jahren gemeinsam viel erreicht, aber noch nicht alles abgeschlossen. Da würde ich gerne meinen Beitrag weiterhin an der Spitze der Gemeindevertretung leisten“, so Uwe Kröger. Er ist sich dabei durchaus bewusst, dass es nicht einfacher werden wird, Wünsche und Möglichkeiten in Einklang zu bringen. „Wir sind die Gemeinde mit den meisten kommunalen Straßen. Da wird viel Geld benötigt. Der finanzielle Rahmen unserer Gemeinde hat sich dramatisch verschlechtert. Wir möchten das aber nicht auf die nächste Generation übertragen. Das bedeutet Investitionen zurückfahren und Schwerpunkt auf die Erhaltung zu legen“, sagt Uwe Kröger. Aus seiner Sicht sollten die Betreiber der Windkraftanlagen stärker in die Pflicht genommen werden, um kommunale Aufgaben zu finanzieren. Neuen Anlagen steht er dagegen kritisch gegenüber. Stolz ist er, dass für die Kinder und Jugendlichen eine Menge erreicht wurde. Die steigende Einwohnerzahl gibt ihm recht, dass dieser Weg weitsichtig war.


„Steuererhöhungen wird es mit mir nicht geben“


Nachdem Andreas Sturm (Die Linke) bei der letzten Bürgermeisterwahl nur rund 30 Stimmen zum Sieg gefehlt haben, will der 47-Jährige es nun wissen. Als stellvertretender Bürgermeister hat er mit dem Amtsinhaber „gut zusammengearbeitet“. „ Mit den Bürgern vor Ort etwas zu gestalten und zu verändern, ist für mich eine wichtigste Motivation. In den letzten Jahren wurde in unsere Gemeinde viel in Infrastruktur investiert, dieses gilt es jetzt zu erhalten. Priorität habe, die geplanten Maßnahmen wie Platzgestaltung am Gemeindezentrum und den Radweg zügig umzusetzen“, betont er. Zu seinen politischen Maximen gehört, die Bürger umfassend zu informieren und sie für Vorhaben der Gemeinde zu begeistern. Als Mitglied der Feuerwehr schätzt er die Arbeit an der Basis. „Die finanzielle Lage ist angespannt. Wir müssen gemeinsam mit dem Städte- und Gemeindetag dafür kämpfen, dass Schlüsselzuweisungen steigen. Weitere Steuererhöhungen wird es mit mir als Bürgermeister nicht geben“, stellt er unmissverständlich klar. Mit dem Amtsinhaber sei er sich einig, dass die Gemeinde nicht von Windanlagen eingekreist werden darf. „Es kann doch nicht sein, dass uns Windtürme umgeben und unsere Straßenlampen aus Geldmangel abschalten müssen.“

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