Lewitzrand : Von Platt bis Festival der Travestie

Das Ensemble der Späldeel setzt dem Schnitzelessen im Gasthaus „Zur Schleuse“ die Krone auf .
Das Ensemble der Späldeel setzt dem Schnitzelessen im Gasthaus „Zur Schleuse“ die Krone auf .

Tobias Warncke vom Gasthaus „Zur Schleuse“ bietet seinen Gästen nicht nur kulinarische Genüsse. Kulturkalender gut gefüllt.

23-11367994_23-66110653_1416398816.JPG von
23. Januar 2018, 05:00 Uhr

Auch wenn es in den Dörfern in der Lewitz in den Winterwochen eher ruhiger zugeht, dreht sich bei Tobias Warncke, als Chef des traditionsreichen Gasthauses „Zur Schleuse“ längst alles um die bevorstehende Saison. „Wer als Gastronom erfolgreich sein will, muss seinen Gästen mehr als nur schmackhaftes Essen anbieten“, ist sich der 37-Jährige sicher. Und mit dieser Firmenphilosophie ist er bereits seit 14 Jahren im Garwitzer Gasthaus als Chef erfolgreich. „Der richtige Mix zwischen kulinarischen Angeboten aus der regionalen Küche und ein kulturelles Angebot für Jung und Alt gehören bei uns unbedingt mit dazu“, meint der junge Mann.

Mit dem Bau der nur wenige hundert Meter entfernten Garwitzer Schleuse im Jahre 1894, die der Kneipe bis heute ihren Namen gibt, begann die Geschichte der dorftypischen Gastwirtschaft am Rande der Lewitz. Auch nach einem Brand in den 1930er Jahren gelang ein Neuanfang. Drei Jahre nach der Wende gingen zunächst doch die Lichter aus. Albrecht Warncke, der nach seiner Zeit bei der NVA eine Umschulung zum Hotelkaufmann absolviert hat und seine Frau Bärbel, die bereits als Köchin tätig war, hatten längst ein Auge auf die mehr als ein Jahr geschlossene Gaststätte geworfen. „Wir wollten was eigenes machen, liebten den Umgang mit Menschen und hatten zunächst nicht geahnt, wie schwierig das mitunter sein kann“, erinnert sich Albrecht Warncke. Zusammen mit ihren beiden Kindern zogen sie nach zähen Verhandlungen mit dem Konsum und der Gemeinde ins Haus. Die Gaststätte „Zur Schleuse“ wurde wieder zum beliebten Treff für Einheimische und Gäste. Nachdem Albrecht Warncke krankheitsbedingt den Staffelstab an seinen jüngsten Sohn Tobias weitergeben musste, setzte der die Erfolgsgeschichte vor 14 Jahren fort.

Viele zufriedene Gäste, darunter auch der Schützen- und Angelverein, halten der Gaststätte „Zur Schleuse“ die Treue. „Wir arbeiten mit Tourismusanbietern der Region immer stärker zusammen. Die Kartoffelwochen, die seit sechs Jahren in der Lewitz stattfinden, haben auch uns mehr Gäste beschert“, freut sich der junge Chef. Auch in diesem Jahr soll es in seinem Haus wieder kulturelle Angebote quasi als Dessert geben.

„Nachdem es zum Valentinstag ein Menü für Verliebte geben wird, servieren wir am 24. Februar etwas Neues“, macht Tobias Warncke neugierig. Unter dem Motto „Plattdeutscher Abend mit Schnitzelessen“ satt, kommen die Freunde der plattdeutschen Sprache im Garwitzer Gasthaus voll auf ihre Kosten. „Ich denke, es trifft den Nerv vieler unserer Gäste. Die Mitglieder des bekannten Schauspielensembles der Späldeel, die auf dem benachbarten Pingelhof zu Hause sind, versprechen plattdeutsches Theater vom Feinsten“, freut sich Tobias Warncke schon sehr. Er selbst hat bis heute Freude an der plattdeutschen Sprache, die er als Kind bei seiner Oma gelernt hat. Bei der jüngsten Weihnachtsfeier der Späldeel in seinem Gasthaus wurde kurzerhand die Kooperation besiegelt. Ab sofort sind die Karten für die kulinarische Theaterveranstaltung vor Ort erhältlich. Auf die Bühne kommt das Erfolgsstück, dass zum Muttertag 2017 auf der Dielenbühne des Pingelhofes Premiere gefeiert hat.

Freunde der Blasmusik sollten sich schon mal den 1. Mai vormerken. Die Banzkower Blasmusiker werden auf Wunsch der Gäste diesmal sogar für drei Stunden beim Frühschoppen aufspielen.

Der nächste Höhepunkt im Veranstaltungskalender des 1. Halbjahres folgt auf den Fuß. Für den 11. Mai ist eine neue Folge des Festivals der Travestie fest eingeplant. Stargast ist in diesem Jahr Maria Crohn. Schon am darauf folgenden Tag (12. Mai) wird die „Schlagerwelle“ im Eldebad „überschwappen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen