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Parchimer Zeitung

17. Dezember 2017 | 03:23 Uhr

Darze : Vom Kühlfach bis ins Tannennetz

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Christbäume aus heimischer Plantage. Karl-Heinz Schiller fährt Lohn für jahrelange Arbeit ein . Am Wochenende Ansturm erwartet.

von
erstellt am 06.Dez.2017 | 05:00 Uhr

Seit Jahren hat Karl-Heinz Schiller sie täglich vor Augen. Rund um sein Wohnhaus auf einem kleinen Hügel wuchsen hunderte Weihnachtsbäume heran. „Vor zwanzig Jahren habe ich den Entschluss gefasst, auf unserem Anwesen Tannen, Kiefern und Fichten aufzuziehen. Da war mir natürlich klar, dass damit viel Arbeit und Geduld verbunden ist“, sagt der 59-Jährige. Umso stolzer macht ihn, wenn er nun die Früchte seiner Mühen den Kunden präsentieren kann. Fein säuberlich aufgereiht stehen Nordmanntannen, Blaufichten, Serbische Fichten , Korea und Colorado Tannen sowie einzelne Exemplare der Veitch Tannen, die erst im 19. Jahrhundert von Japan nach Europa eingeführt wurden, bereit. „Jeder sucht seinen Traumbaum und wird meist auch fündig“, meint der Experte. Da kommt es den Käufern entgegen, dass sie in der Darzer Plantage die zuvor sorgsam vermessenen und gekennzeichneten Bäume rundum begutachten und vor allem selbst absägen können. „Das ist ein Erlebnis für Kind und Kegel“, weiß Karl-Heinz Schiller aus Erfahrung. Am kommenden zweiten Adventswochenende (wie täglich ab 9 Uhr bis zur Dunkelheit) ist man in Darze auf den ersten Ansturm vorbereitet.

Obwohl Schillers dann jede Menge zu tun haben, gibt es Tipps für die lange Haltbarkeit und zum Aufwuchs der Bäume gratis dazu. Erfahren können Interessierte dann auch, dass die Geburt des Christbaumes eine ziemlich frostige Sache ist. „Der Samen, der aus der Herkunftsregion in Sibirien stammt, kommt bei mir im Frühjahr für Wochen ins Gefrierfach. Damit wird die Natur überlistet“. Erst danach keimen sie und werden zum Sämling herangezogen. Nach rund einem Jahr erreichen die Bäumchen eine Größe von rund fünf Zentimetern. Nach zwei Jahren können die nunmehr etwa zwölf Zentimeter großen Sämlinge ins Aufzuchtbeet umgepflanzt werden. Wildkaninchen und kleinere Nager soll ein Schutznetz abhalten. Aus rund 70 Prozent der Samen wird schließlich ein Weihnachtsbaum. Der Boden und das Wetter spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. „Der regenreiche Sommer hat den Christbäumen gut getan. Das saftige Grün wird den Kunden gefallen“, so Karl-Heinz Schiller.

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