Fundhunde : Vom Gabentisch ins Tierheim

Diese Vierbeiner waren nach dem Fest schnell zur Last geworden. Fotos: Archiv/Zander, Pätzold
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Diese Vierbeiner waren nach dem Fest schnell zur Last geworden. Fotos: Archiv/Zander, Pätzold

In diesem Jahr landeten bislang fast 50 Hunde in Kiekindemark / Drei Sorgenkinder warten auf ein neues Zuhause

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10. Dezember 2014, 15:45 Uhr

Kiekindemark Peter Urban von der städtischen Tierauffangstation in Kiekindemark hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Seit nunmehr rund drei Wochen betreut er drei Vierbeiner, die offenbar niemand vermisst. „Es wäre den Hunden zu wünschen, dass sie die Festtage und den Jahreswechsel wieder in ihrer gewohnten Umgebung oder in einem liebevollen neuen Zuhause verbringen könnten“, sagt er. Alle drei Vierbeiner – ein rund 4 bis 5 Jahre alter Terrier-Schnauzer-Mix, ein älterer Wachtel-Münsterland-Mix und mit sieben Monaten noch ziemlich junger Mischling – teilen das gleiche Schicksal. Sie wurden in den zurückliegenden drei Wochen im Parchimer Stadtgebiet bzw. im Ortsteil Damm von der Polizei oder den Männern der Parchim Wacht aufgegriffen und umgehend nach Kiekindemark gebracht. Keiner der Tiere trägt eine Steuermarke, ein Halsband oder einen Chip und kann so den Haltern nicht  zugeordnet werden. „Es ist leider typisch, dass Hunde einfach ausgesetzt werden“, beklagt Peter Urban die Situation. In  diesem Jahr kamen so schon fast 50 Fundhunde nach Kiekindemark. Hier werden die Vierbeiner untergebracht, sowie tierärztlich versorgt und gefüttert. Das kann das Zuhause natürlich nicht ersetzen. „Auch Dank der Parchimer Zeitung ist es uns erfreulicherweise fast immer gelungen, die Besitzer der Tiere ausfindig zu machen, oder Interessenten zu finden“, so Peter Urban. Er hofft, dass dies auch diesmal gelingen wird und hat dabei doch ein gemischtes  Gefühl.

Bis zum Weihnachtsfest sind es nur noch wenige Tage. Da kommt es immer wieder vor, dass vor allem Kinder auf  ihren  Wunschzettel auch Hunde und Katzen vermerken. „Tiere sind als Geschenk zum Weihnachtsfest denkbar ungeeignet. Oft entscheiden sich Familien rein emotional dafür, ohne die Folgen genau abzuwägen. Ein Tier erfordert Zeit, Verantwortungsgefühl und kostet auch Geld“, gibt der Experte zu bedenken. Es dauert erfahrungsgemäß nur wenige Tage, bis die ersten tierischen Weihnachtsgeschenke in den Auffankstationen oder Heimen landen. „Das trifft übrigens nicht nur auf Weihnachten, sondern auch auf Ostern zu. In diesem Jahr haben wir schon neun ausgesetzte Zwergkaninchen in Parchim gefunden“, sagt Peter Urban.

Wer ganz unabhängig von der Bescherung einen seiner Fundhunde in die eigene Familie aufnehmen möchte, ist bei Peter Urban (Tel. 0174 71 94 694) an der richtigen Adresse. „Unverzichtbar ist für die Tierauffangstation die Unterstützung beispielsweise von  Landschlachter Rüdiger Lauck aus Prieslich und Tierärztin Dr. Marion Hackbarth aus Parchim. Auch die Polizeibeamten und Mitarbeiter der Parchim Wacht haben ein Dankeschön verdient“, ist Peter Urban wichtig. Auch während der bevorstehenden Feiertage und zum Jahreswechsel ist Peter Urban einsatzbereit, um Fundtieren bei bedarf schnell notwendige  Hilfe zu geben.

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