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Marmelade gekocht : Vom Beet direkt in die Lehrküche

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Der Schulgarten ist an der Pestalozzischule ein wichtiger Lernort Berufsorientierung findet insbesondere über den praktischen Ansatz statt

von
erstellt am 13.Jul.2016 | 17:03 Uhr

Das war so richtig nach dem Geschmack von Lilly, Julianna und ihren Mitschülern: Zum ersten Mal wurde in der Hauswirtschaftsküche der Pestalozzischule Erdbeer- und Kirschmarmelade selbst eingekocht. Die Erdbeeren stammen aus dem eigenen Schulgarten. Alles, was dort auf den Klassenbeeten gedeiht, wird von den Schülern im Hauswirtschaftsunterricht verarbeitet. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass nach den Sommerferien jede Menge Arbeit wartet: Die Zucchini gedeihen prächtig, die Kartoffeln stehen gut im Kraut.

Berufsorientierung und -vorbereitung findet in der Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen vor allem über den praktischen Ansatz statt: Feste Lernorte im Bereich des AWT-Unterrichtes sind der Schulgarten sowie die Holzwerkstatt. Ab Klasse 7 erhöht sich die Anzahl der wöchentlichen Stunden im hauswirtschaftlichen Unterricht auf drei, davon jeweils eine Stunde Theorie. Erstmals wurden in dem zu Ende gehenden Schuljahr auch wieder Potenzialanalysen durchgeführt. Bewährt hätten sich die Praxistage, unterstreicht Roland Werner, seit zehn Jahren als AWT-Lehrer an dieser Schule tätig. Ein Bildungspartner ist dabei u. a. die Start GmbH, die Schülern ab Klasse 7 mit so genannten Werkstatttagen in Hagenow die Möglichkeit gibt, erste Einblicke in die Holz- oder Metallverarbeitung bzw. in das Malergewerk zu bekommen sowie in Berufsfelder im gärtnerischen Bereich, in der Gastronomie oder in der Lageristik hinein zu schnuppern. Kontakte pflegt die Parchimer Schule auf dem Gebiet berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen auch zum Arbeitsmarktdienstleister Salo + Partner. Dankbar ist die Schule Firmen und Einrichtungen, die Klassen Betriebsbesichtigungen ermöglichen sowie Schülern Praktikumsplätze zur Verfügung stellen. Kürzlich revanchierten sich Suzett Gorowski, seit zwei Jahren verantwortliche Lehrerin für die Berufsorientierung in der Pestalozzischule, und das Lehrerteam bei ihnen mit einer Einladung zu einer Gesprächsrunde bei Kaffee und Kuchen. Es blieb zwar bei einer kleinen Runde, die sich jedoch sehr effektiv austauschte.

In wenigen Tagen werden 20 junge Menschen aus der Pestalozzischule in einen neuen Lebensabschnitt entlassen, 12 mit dem Abschluss der Berufsreife. Sie haben entweder einen Lehrvertrag in der Tasche bzw. nehmen in den nächsten zwölf Monaten ein berufsvorbereitendes Jahr in Angriff. Ein Schüler tritt ein Freiwilliges Soziales Jahr an.

 

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