Saftpresse in Groß Niendorf läuft auf Hochtouren : Vom Baum frisch gepresst in die Tüte

Matthias Brandt beschickt die Mostanlage.
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Matthias Brandt beschickt die Mostanlage.

Hochsaison in der Mosterei in Groß Niendorf: Die diesjährige Apfelernte ist vielversprechend. Das spürt auch Matthias Brandt, der die Mosterei betreibt. Der Zimmermann hat sich damit ein zweites Standbein aufgebaut.

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27. September 2012, 09:47 Uhr

Groß Niendorf | Ein Zimmermann, der mit Leidenschaft auch eine Saftpresse bedient, das gibt es wohl nur in Groß Niendorf. Matthias Brandt zimmert Fachwerkkonstruktionen, baut Carports und ganze Dächer. Er hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und sich mit seiner Mosterei vor drei Jahren ein zweites Standbein geschaffen. Schon als Kind hatte ihn die kleine Mosterei seiner Eltern fasziniert. "In der Region gibt es viele Obstbäume. Da wächst auch der Bedarf, aus den Früchten Saft machen zu lassen", dachte sich der inzwischen 33-Jährige, schaute sich nach entsprechender Technik um, investierte und eröffnete die eigene Saftpresse auf dem Gelände seiner Zimmerei. Längst hat es sich herumgesprochen, dass hier ein Service angeboten wird, der im Trend liegt. "Die Leute bringen die eigenen Äpfel, warten kurz, schauen bei der Saftproduktion zu und nehmen den frisch gepressten Saft abgepackt im praktischen 5-Liter-Karton mit nach Hause", macht Matthias Brandt neugierig. Aus einem Zentner Äpfel werden etwa 25 bis 30 Liter reinster Natursaft mit rund 20 Tonnen Druck gepresst. Vor dem Abfüllen wird der schmackhafte Saft bei 78 Grad pasteurisiert, damit keimfrei und ziemlich lange haltbar. "Das Verfahren gefällt meinen Kunden und ist sehr praktikabel. Es werden keine Flaschen benötigt und die Saftkartons können zusammen gefaltet gelagert und im kommenden Jahr wieder verwandt werden. Das spart den Kunden dann sogar Kosten", so der junge Unternehmer.

Wer sich für den Service interessiert, muss vorher nur einen Termin vereinbaren (Telefon 038 723/888 74), fleißig Äpfel pflücken und sie nach Groß Niendorf bringen.

Gleich 798 Kilogramm Äpfel haben die Jungen und Mädchen der Mestliner Grundschule in die Mosterei gebracht. Im Rahmen einer Projektwoche haben sich die Grundschüler mit dem Thema Apfel umfassend beschäftigt. Der Besuch in der Mosterei bei Matthias Brandt war der Höhepunkt. Die Kinder staunten nicht schlecht wie der Saft in den Beutel floss. Stolz machten sie sich mit der frisch gepressten Ausbeute auf den Nachhauseweg.

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