Aktionswochenende in Rusch : Volles Haus in offenen Töpfereien

Töpfermeisterin Regine Schönemann weihte Simone Reppin, Marion Mann und Ute Luckmann (v. l. n. r.) in die Geheimnisse des holzbefeuerten Freibrandofens ein. Fotos: Christiane Großmann
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Töpfermeisterin Regine Schönemann weihte Simone Reppin, Marion Mann und Ute Luckmann (v. l. n. r.) in die Geheimnisse des holzbefeuerten Freibrandofens ein. Fotos: Christiane Großmann

Aktionswochenende lockte zahlreiche Freunde professionell hergestellter Keramik an

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14. März 2016, 12:00 Uhr

Es scheint, als hätten die vielen Freunde professionell hergestellter Keramik mit hohen Gebrauchseigenschaften nur auf dieses Märzwochenende gewartet, um endlich mal wieder auf Töpferei-Tour gehen zu können: Zum Tag der offenen Töpfereien gaben sich an den zurückliegenden beiden Tagen die Besucher vielerorts die Klinke in die Hand.

Für Marion Mann aus Raben Steinfeld konnte es am Sonnabend nur ein Ziel geben: Seit sie auf Empfehlung von Kollegen vor einiger Zeit zum ersten Mal die Werkstatt von Regine Schönemann in Rusch betreten hat, fühlt sie sich von diesem Ort wie magisch angezogen. „Ich gehe hier heute garantiert noch mit einem Geburtstagsgeschenk raus“, schmunzelt Marion Mann. Ihre Schwester Ute Luckmann aus Blowatz bei Wismar, deren Lebensgefährte Dieter Dankert sowie Simone Reppin aus Schwerin als befreundete Arbeitskollegin von Marion Mann können diese Begeisterung für die Handarbeit von Regine Schönemann nur zu gut nachvollziehen: Auch ihnen gefielen vom ersten Augenblick an Formen und Design. Sie fühlen sich von den leuchtenden Farben angesprochen und verliebten sich auf der Stelle in den „Mecklenburger Vogel“, der die Visitenkarte von Regine Schönemann ist. Voller Interesse ließen sie sich von der Töpfermeisterin in die Geheimnisse des holzbefeuerten Freibrandofens einweihen. Er wird in Rusch traditionell nur zweimal im Jahr – im Frühjahr und im Advent – entfacht und in einer langwierigen Prozedur auf 1320 Grad hochgeheizt. Dabei muss die Meisterin ihres Fachs immer wieder haargenau den Moment erwischen, an dem der Ofen eine Temperatur von 1280 Grad erreicht hat: Dann gibt sie ein mit Sägemehl vermengtes Kochsalzgemisch direkt ins Feuer, das jene chemische Reaktion auslöst, die die unverwechselbare Mecklenburger Vogel-Glasur hervorbringt.

„Man bekommt ein ganz anderes Gespür für das Handwerk und lernt die Dinge, die man sich gegönnt hat, noch viel mehr zu schätzen“, findet Marion Mann. Am dritten Aprilwochenende wird sie sich erneut auf den Weg nach Rusch machen: Dann gibt der Freibrandofen einmal mehr seine Schätze frei – und Marion Mann darf ihre Teller, die sie am Wochenende voller Vorfreude im Rohzustand angesehen hat, persönlich in Empfang nehmen, wenn sie „handschuhwarm“ aus dem Ofen kommen. Allen Freunden professionell hergestellter Keramik ist am 17. April ab 14.30 Uhr auch die Frühlingsausstellung zugänglich, ebenso wie die Keramikwerkstatt im Blauen Haus von Lidwina Scherrer und Pat Bennett. Auch hier gab sich am zurückliegenden Wochenende ein interessiertes Publikum ein Stelldichein: Yvonne Thiede, die als langjährige gute Freundin des Hauses die Werkstatt von Lidwina Scherrer hütete, konnte u. a. Touristen aus Dänemark sowie Besucher aus Bremen, Güstrow und Kiel begrüßen.

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